Alles lief nach Plan. Nur der Plan war halt irgendwie scheisse.

"Terminator" steckt nicht umsonst in "terminieren" drin. Wer terminiert, plant etwas vollständig zu erledigen. Das wiederum ist die Hauptaufgabe der Killermaschine im gleichnamigen 80er-Jahre-Film von James Cameron. Was erledigt sein will, braucht Deadlines. Sonst passiert nichts. Wir können ein Lied davon singen.

Über Aufgabenmangel konnten wir uns bei FUNI noch nie beschweren. Im Gegenteil: Unsere To-Do-Listen waren und sind ellenlang. Was wir allerdings bis heute nicht pannenfrei beherrschen, ist unsere Zeit realistisch einzuplanen. So tappen wir regelmäßig in das gleiche Fettnäpfchen: die Zeitnot.

24 Stunden

Die Zeit taugt als Sündenbock wenig. Sie vergeht nur subjektiv schnell oder langsam. Je nachdem ob man sich gerade mit Staub wischen quälen muss oder zum Beispiel ein Feierabendbier genießen darf. Die Physik kennt hier 0,0 Spielraum: ein Tag hat 24 Stunden – keine mehr, keine weniger.

Gesucht: Zeit

Wem hinten die Zeit ausgeht, hat also vorne, im Zeitmanagement, Mist gebaut. Im Ergebnis ufert das in Nachtschichten aus, die nie irgendwer irgendwo eingeplant hatte, jetzt aber alle einlegen dürfen. Den Stress erspart sich, wer vorher weiß, wie lange etwas dauert und was es braucht, damit es rechtzeitig fertig wird. Alternativ regiert die Deadline: Es dauert, so lange wie es dauert. Hauptsache fertig und sei es in letzter Sekunde.

Jetzt aber schnell!

Zwei Tage vor Eröffnung des FUNI SHOP eilten wir zu zweit zum schwedischen Möbelhaus unseres Vertrauens, um unsere Last-Minute-Liste abzuarbeiten. Heraus rollten wir mit fünf Einkaufswagen, die uns Aufbau-Grauen bis in die frühen Morgenstunden bescherten. In der Nacht vor Eröffnung fiel uns auf, dass dem FUNI CAFÉGetränkekarten fehlen. Layouten, drucken, pappen und folieren kostete uns mehrere Stunden Schlaf und den letzten Nerv. Aber, am 13. Februar 2013 öffnete FUNI planmäßig um 10:00 Uhr die Pforten.


"Feierabendbier, das." gibt's im FUNI SHOP in Berlin (Mitte).
"Feierabendbier, das."