Ideen sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Warum sonst sollten wir sie jagen ...

Ein gewiefter Künstler schaffte es mit seinem Werk “100 Stunden angestarrt”* direkt in eine Ausstellung der Münchner Pinakothek der Moderne. Zu sehen war nichts anderes als ein jungfräuliches, schneeweißes Blatt Papier, Format DIN A4, schön gerahmt und platziert. Ist das Kunst? Kann sein. Ist das eine brillante Idee? Mit Sicherheit.

Zunächst mutet es mehr als billig an. Ein handelsübliches Blatt Papier packen, zum fertigen Kunstwerk erklären und darunter schreiben “100 Stunden angestarrt.” Auf der anderen Seite: Auf die Idee muss man auch erst mal kommen.

Im Nirwana der Ideenlosigkeit

Das Gefühl, das den Künstler wohl zum Kunstwerk inspiriert hat, kennen wir alle nur zu gut. Kaum müssen wir selbst etwas zu Papier bringen – eine Lösung, Strategie, Meinung, Idee – will uns nichts einfallen. In unseren Köpfen tost der große “No-Idea-(Brain)Storm,” je nach Zeitdruck zwischen 6 (starker Wind) und 12 (Orkanstärke) auf der Beaufortskala. Wir fühlen uns leer wie das weiße Blatt Papier vor uns.

Techniken, die Ideen hervorzaubern …

… gibt es bis heute leider nicht. Wir müssen nach wie vor ausweichen auf Helfer-Strategien aus dem Hause Kreativität, die zwar alle anders heißen, aber im Prinzip dasselbe aussagen: Das Problem solange aus allen möglichen Perspektiven angehen, bis der Geistesblitz einschlägt. Ob mit Kopfstand, Purzelbaum oder Topf schlagen. Es ist alles erlaubt, weil tatsächlich alles den Knoten platzen lassen kann.


eine freie Interpretation & Hommage an "100 Stunden angestarrt."
eine freie Interpretation & Hommage an "100 Stunden angestarrt."

*Anmerkung der Redaktion: Weder an den Künstler noch an den genauen Titel des Werkes oder das Jahr, konnten wir uns erinnern. Dafür umso besser an die Idee ;)

 

Mama Wikipedias Beitrag zum Thema Kreativitätstechniken.