Um was zu gelten, müssen sich die Nullen immer schön rechts einordnen.

Die Kreativwirtschaft boomt!, wusste der Berliner Senat in seinem jüngsten Wirtschaftsbericht zu verlautbaren. Das ist alle mal ein Grund, ein Bierfass anzustechen und ordentlich zu feiern. Schließlich kämpfen Kreative seit gefühlten Jahrhunderten gegen das Klischee “Brotlose Kunst” an. Und jetzt alle so: Ha, denkste.

Rund 10 Prozent des Gesamtumsatzes der Berliner Wirtschaft verantworten Kreative. Das allein ist schon eine Hausnummer. Es wird aber noch besser. Designer (gedacht als eigener Mini-Wirtschaftszweig) haben zwischen 2009 und 2013 ein Umsatzsteigerung von 50 Prozent hingelegt – plus 1,1 Mrd. Euro. Jobs entstanden auch zuhauf, in der sozialversicherungspflichtigen Variante satte plus 44 Prozent.

Von wegen brotlos

Vom Stigma “brotlose Kunst” dürfen sich – zumindest in Berlin – folgende Wirtschaftszweigchen erhobenen Hauptes lösen: Games, Design, Buch, Darstellende Kunst, Kunst, Musik, Film, Architektur und Presse. Auch der Kreativwirtschaft zugeordnet, aber auf dem eher absteigenden Ast, die Werbebranche. Sie musste ein Umsatz-Minus von 5,4 Prozent verknuspern.

Von Ideen leben …

… klappt manchmal eben doch. Berlin lebt gut von seinem Ruf als Ideenschmiede und Kreativ-Brutstätte. Nirgendwo sonst siedeln sich Frischlinge und Start-Ups lieber an, um ihre Idee zu starten und dann (vielleicht) auch mit Umsatzzahlen durchzustarten. Die Zeichen dafür stehen hier gut. Und mit dem berühmten Quäntchen Glück ... wer weiß?

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