Du hast zwar Recht, aber ich finde meine Meinung besser.                                                                   

Top Ten Baustellen: #1 – FINANZAMT

Stress mit dem Finanzamt will man nicht. Das hat jeder Gründer, Freiberufler und Jungunternehmer verinnerlicht. Ansonsten drohen Insolvenz, Bußgelder, (Haft-)Strafen und andere Späße. Will man eben nicht.

Steuerarten gibt es zuhauf im Dickicht des deutschen Steuersystems. Wir haben uns mit Mühe und Not eine überschaubare Steuerkompetenz in Sachen GmbH angeeignet. Das muss reichen  – auch für diesen Beitrag.

19% (7%)

Von Stunde Null begleitet die Mehrwertsteuer alle unternehmerischen Schritte, weil eine GmbH auf alle verkauften Produkte und Dienstleistungen 19% oder 7% direkt und ohne Umwege an den Fiskus abführen muss.

Mehr als 0,00€ ?

Ist die schwarze Null erst in Sichtweite, könnte auch ein Gewinn im Sinne eines Jahresüberschusses winken (Jahresüberschuss = Erträge - Aufwände). Ist das der Fall bitten Gewerbe- und Körperschaftssteuer zur Kasse. Etwa 25% vom Gewinn werden dann fällig.

Steuer-Bauloch

Prinzipiell wird in Deutschland (halbwegs) fair besteuert, weil der Staat erst die Hand aufhält, wenn das Unternehmen tatsächlich den ersten Gewinn erwirtschaftet hat. 

Wo versteckt sich dann die Baustelle? Der erste Gewinn wird rückwirkend besteuert. Sprich: Die 25% werden erst fällig, wenn das Jahr rum und das Geld gemacht ist. Für das darauf folgende Geschäftsjahr schätzt das Finanzamt den zukünftigen Gewinn und treibt das Geld vorher ein – bevor es auf dem Konto landet.

Zahlenakrobaten an die Front

Das Unternehmen zahlt also für das Jahr I Steuer nach und gleichzeitig für das Jahr II voraus. Wer für diesen Fall keine Rücklagen (Fuck-Up-Kapital) einholen konnte, spielt mit dem Pleitegeier. Die funi GmbH ist gerade dabei diese Baustelle zu überspringen – das gelingt uns nur mit Hilfe des eigenen Fuck-Up-Kapitals. Uff!


FUNI SMART ART, Postkarte, "Die bessere Meinung."
FUNI SMART ART, Postkarte, "Die bessere Meinung."