FUNI BLOGGT.

Erste Male. Erfolge. Fuck-Ups. Ein Blog über uns – aber für Dich.


Mach' Dich frei vom Einheitsbrei ;)

- 0815 ist aus -

Die Berliner FUNI SHOPs inszenieren die Kreationen von über 40 Designern aus Deutschland und Europa. Die meisten fingen mal als Teilzeit-Kleinunternehmer an, manche schwitzten sich bis zum soliden Unternehmen mit bis zu 10 Leuten hoch. Die meisten schuften bis heute als Solo-Unternehmer und Hans-Dampf-in-allen-Gassen. 

Preis regiert Hersteller

Unsere Designer entwerfen, produzieren und verkaufen ihre Produkte regional: Kleine Mengen mit viel Herz und Hirn erdacht und auf den Markt gebracht. Trotz hoher Kosten und der schmalen Gewinn-Marge, von der sie leben und ihre Rechnungen zahlen.

Dominante Handelsplattformen

Design-Produkte abseits des Mainstream verkaufen sich nicht von selbst. Der eigene Onlineshop spielt sicherlich eine Rolle, hat aber gegen die Big-Player der Online-Welt – die Shopping-Portale – kaum Chancen. Deren Schnäppchen-Preispolitik ("versandkostenfrei" & "on sale") frisst die ohnehin kleinen Margen und sorgt für Verkäufe, die sich unterm Strich eher rot als schwarz rechnen.

Einzelhandel unter Druck

Bleibt der Einzelhandel: Wer sich die A-Lagen oder Mall-Flächen an den Hot- Spots der Stadt leisten kann, gehört zu den Großen im Geschäft: Masse statt Klasse. Wo 0815-Produkte aus Fernost ordentlich Cash garantieren, ist kein Platz für regionale Design-Produkte ohne Verkaufsgarantie. Kleine Läden mit kuratiertem Sortiment in B-Lagen bieten ihren Kunden eine Welt, die Design greifbar zum Leben erweckt. Von Design-Junkies für Design-Junkies.

Kostenintensiv für den Kunden

Das hat seinen Preis. "Billig" zahlt keine Miete, keine Rechnungen, kein Gehalt. Um mit regionalen Design-Welten am Markt zu bestehen, braucht es Kunden, die Produkte jenseits der 0815-Massen wünschen und konsumieren. Unser Dank als Ladenbetreiber (FUNI SHOPS) und Designer (FUNI SMART ART) gilt allen Kunden, die gerne alternativ konsumieren. Fettes Merci ;)


FUNI SHOP, Rykestraße 16, 10405 Berlin, Prenzlauer Berg. Von Design-Junkies für Design-Junkies.
FUNI SHOP, Rykestraße 16, 10405 Berlin, Prenzlauer Berg. Von Design-Junkies für Design-Junkies.
FUNI SHOP, Rykestraße 16, 10405 Berlin, Prenzlauer Berg. Home of FUNI SMART ART.
FUNI SHOP, Rykestraße 16, 10405 Berlin, Prenzlauer Berg. Home of FUNI SMART ART.

Ein Wunsch ändert nichts. Eine Entscheidung ändert alles.

Projekt Firmenschild

Der FUNI SHOP in der Rykestraße hat jetzt was, das unser Laden in der Veteranenstraße nicht hat. Ein Firmenschild! ;) Bei vier Metern Raumhöhe und neun Metern Vollverglasung hätten wir in der Veteranenstraße gar nicht gewusst wohin damit. Anders in der Rykestraße, die mit drei Metern Schaufenster mal definitiv schmaler daherkommt.

Und wie jetzt?

Firmenschild. Klingt einfach, war es für uns aber nicht. Sechs Monate wurschtelten wir rum. Eigentlich seit wir im Oktober 2016 in die Rykestraße eingezogen sind.

1000 Möglichkeiten ...

... waren um die 999 zu viel für uns. Welche Größe? Material? Wohin genau? Soll das leuchten? Was soll überhaupt drauf stehen? Welche Farbe? Und was kostet das?... Mit 0 Erfahrung ist man den 1000 Möglichkeiten wehrlos ausgeliefert.

#kompliziert

Das gilt nicht nur für Firmenschilder, sondern eigentlich für alles, was man zum ersten Mal anpackt. In der Folge steckten wir mit satten fünf Jahren Laden-Erfahrung als Greenhorns im Niemandsland der Außengestaltung fest.

... Fortsetzung folgt ;)

Ganz geschafft haben wir es noch nicht. Demnächst integrieren wir eine Fahne und montieren Postkarten-Ständer. Mal schauen, was uns sonst noch so einfällt.


FUNI SHOP, Rykestraße 16, 10405 Berlin, Prenzlauer Berg. Jetzt mit Firmenschild ;)
FUNI SHOP, Rykestraße 16, 10405 Berlin, Prenzlauer Berg. Jetzt mit Firmenschild ;)

Das war ich nicht. Das war ....?

... das Einhorn!

Wieder mal einen Arzt-Termin verballert, eine Deadline verpasst, ein Meeting verschwitzt? Bei aller Liebe zu digitalen Hilfsmitteln, aber haste kein Akku oder kein Netz biste aufgeschmissen. Print-Kalender hingegen helfen immer, nicht nur als Notlösung bei digitalen Durststrecken ;)
 

 

Tapferer Begleiter

Die Tasche mit dem ureigenen Survival-Kit kommt sowieso überall mit. Gerade Frauen zaubern gerne ungeahnte Schätze aus den Untiefen ihrer Handtasche. "Haste mal 'ne Nagelfeile?" "Kann sein ... wart mal. (kramt) ... oh ja, hier!" 

3 in 1: Termine, Notizen, Erinnerungen

Ein Taschenkalender ermöglicht jede Form von Alltagsorganisation. Plus: das kleine Helferlein hält Notizen, Erinnerungen, Ideen und so Allerlei mehr fest. Schöne Postkarten aus dem Urlaub finden genauso Platz wie die Visitenkarten der persönlichen Lieblings-Hot-Spots. Spätestens am Jahresende winkt ein unbezahlbares Zuckerl: Ein individueller 3-D-Jahresrückblick zum Anfassen mit allem, was der stolze Besitzer wo, wann, wie und mit wem erlebt hat.

"2x Typo-Taschenkalender 2018, bidde." "Aber gerne."

FUNI SMART ART und der DuMont Kalenderverlag versorgen euch 2018 mit sechs Kalendern, die ihr euch bereits jetzt schnappen könnt, bevor sie wieder ausverkauft sind. Darunter auch zwei Taschenkalender, einer davon speziell für Einhorn-Fans. 

"4x Typo-Wandkalender 2018?" "Klar doch."

Weil Kalender die wahrscheinlich nützlichste Wand-Deko der Welt abgeben, legen wir wieder den großen Poster-Typokalender, seinen beliebten kleinen Bruder samt Einhorn-Variante (neu) und einen Wand-Notizkalender (ganz neu) auf. Da kann man doch fast nix mehr verbummeln, oder?


FUNI SMART ART Kalender 2018
FUNI SMART ART Kalender 2018

Huch, nur Verrückte hier.

Komm Einhorn, wir gehen.

Wo kommen sie nur plötzlich her, all die Einhörner? Das chinesische Horoskop sieht in 2017 zwar das Jahr des Feuer-Hahns, aber gegen ein Einhorn stinken schon die Top-Ten-Tiere der Niedlichkeitsskala wie Panda, Koala und Co ab. Welche Chancen hätte da ein Hahn? Schlechte, wurscht ob mit oder ohne Feuer. 

Phantasiewesen sind unschlagbar

Feen, Elfen und eben Einhörner finden konsequent im Kopf, in Phantasiewelten statt und nur da. Und darum gehts: Bau Dir die Welt, wie sie Dir gefällt. Die Realität kommt grau genug daher.

Einhorn sein

Und ... Sei Du selbst. Das Einhorn steht als Symbol für Freiheit, Selbstbestimmtheit, Mut und Individualität. Jedes ist anders, jedes ist besonders. Das Einhorn wird nicht umsonst vom Regenbogen begleitet, der zwar immer alle Farb-Möglichkeiten enthält und trotzdem niemals gleich aussieht.

Einhorn-Mania

Ist der ganze Einhorn-Kram nicht verrückt? Ja schon. Andererseits: Je verrückter, umso individueller. Erst unsere schillerndsten Macken, garantieren uns Unverwechselbarkeit. 

Magische Einhorn-Momente

In unserer Funktion als Einhorn-Experten (es ist uns eines zugelaufen) versorgen wir euch mit allerlei Einhorn-Produkten, die Einhörner gut finden und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Denn: Echte Einhörner lachen für ihr Leben gerne ;).


FUNI SMART ART Einhornsachen
FUNI SMART ART Einhornsachen

Eigentlich wollte ich die Welt retten ...

... aber es regnet.

Es geht steil bergab: Die Tage werden dunkler und kürzer, die Nächte kälter und länger. Winter-Blues und Müdigkeit winken sowieso und dann rückt auch noch Weihnachten immer näher. Die Laune sinkt. Ist da ein Kraut dagegen gewachsen? Ja, eins mit Namen Humor. Lachen hilft immer ;) ... auch im Winter, auch an Weihnachten.

 

Müde. Pipi. Kalt

Kalten, grauen, müden und jetzt eben auch noch dunklen Morgenstunden mit einer gewaltigen Ladung Koffein begegnen macht sowieso Sinn. Der Kaffee schmeckt aus einer FUNI SMART ART Tasse doppelt so gut.

Ab auf Arbeit

Organisieren kann sogar gemütsaufhellend wirken, wenn ein großzügige Prise Ironie mit im Spiel ist. Zum Beispiel bekommen die täglichen Tasks gleich einen viel netteren Rahmen, wenn sie im FUNI SMART ART Notizbuch dokumentiert sind. 

Und die Bürowand lässt selbst den miesepetrigsten Kunden schmunzeln, wenn da große und/oder kleine FUNI SMART ART Kunstdrucke hängen.

Noch schnell Mampf

Nach der Arbeit noch schnell was für das Abendessen besorgen macht auch mehr Spaß, wenn die Einkäufe in aussagekräftigen Spruch-Beuteln oder Stofftaschen Platz finden statt in braunen Papiertüten. 

Gewusst wie

Zwei in eins: Gleich drei aussichtsreiche Tipps gegen schlechte Winterlaune und drei Geschenkideen, um dem Winter-Weihnachtsstress zu entfliehen: Oder etwa nicht?


FUNI SMART ART grooved sich und Dich auf Weihnachten ein.
FUNI SMART ART grooved sich und Dich auf Weihnachten ein.

Das Geld ist ja nicht weg ...

... es ist nur woanders ;)

Was spricht dann noch gegen einen zweiten FUNI SHOP? Nichts! FUNI hat expandiert und bespielt ab sofort einen zweiten Laden und zwar in der Rykestraße 16, am Wasserturm im schönen Kollwitz-Kiez, Prenzlauer Berg. 

 

Now or never

Geplant hatten wir den zweiten Laden für Mitte 2017. Eigentlich wollten wir diesen Sommer nur auf dem Berliner Gewerbe-Immobilienmarkt rumschnuppern, wo was in welcher Lage wieviel kostet. Um zu wissen, wir der Hase mittlerweile läuft. 

Zappzerapp

Als wir aber die Einheit in der Rykestraße besichtigten, war's auch schon um uns geschehen: malerisch im Kollwitzkiez gelegen, frisch sanierte 70 Quadratmeter, ausgestattet mit allem, was es braucht und als Zuckerl oben drauf: ein historisches Backstein-Gewölbe. Glücklicherweise fand unser Vermieter FUNI auch gut und wählte unser Konzept aus über 30 Bewerbungen aus.

Jetzt aber hopp hopp

Von Mietvertragsunterzeichnung bis zum 25.10.2016, dem Tag der Eröffnung, hatten wir genau 14 Tage, um das Ding zu rocken. Wände streichen, Beleuchtung aufsetzen, Möbel und Displays bauen, Technik zum Laufen kriegen, Partner informieren, Waren bestellen ... alles verstauen, präsentieren und dekorieren.

Merci an alle ...

... die hier mitgearbeitet haben. Aufzählen können wir ohnehin nicht alle. Unser besonderer Dank gilt natürlich unseren Design-Partnern, unserem Steuerbüro, unserem Bankberater, unseren Vertragspartnern und auch unseren neuen Gewerbenachbarn ;). Alle haben spontan, unkompliziert und kurzfristig das Unmögliche möglich gemacht. 


FUNI SHOP, Neueröffnung, Rykestraße 16, 10405 Berlin (Prenzlauer Berg).
FUNI SHOP, Neueröffnung, Rykestraße 16, 10405 Berlin (Prenzlauer Berg).

Und sonst so ... Läuft bei uns!

Unser Kalender 2017 ist wieder Publikumsfavorit! ;)

2017 kommt, soviel ist mal sicher. Unsere drei Typo-Kalender führen Euch nicht nur durch das neue Jahr, sondern rüschen die Wände auf und verbreiten gute Laune. Gefällt euch, oder? Wir sagen Danke für Euer Kalender-Voting zum diesjährigen Publikumsliebling.

 

Dreifach gut

Zusammen mit dem DuMont Kalenderverlag haben wir für Euch 2017 sogar noch zwei Kalenderformate drauf gelegt. Der große Typo-Posterkalender für das unübersehbare Statement an der Wand, bekam einen kleinen Typokalender-Bruder, der auch in der kleinsten Bude noch Platz findet und Spaß bringt. Mit dem Taschenkalender landen wir in Deiner Tasche  und sorgen für optimale Terminübersicht.

2016 + 2017: Publikumsfavorit

Die Publikumsjuroren des Gregor International Calendar Award kürten den FUNI SMART ART Posterkalender über Kanäle wie Facebook und verschiedene Tageszeitungen erneut zum Liebling 2017! 

Der frühe Vogel ...

... fängt den Wurm. Wir und der DuMont Kalenderverlag reißen uns aktuell alle Beine aus, um genug Kalender für Euch alle zu liefern. Je früher ihr bestellt, umso besser stehen Eure Chancen einen der begehrten Kalender zu ergattern.

2018 mit mehr Mehrwert

Aktuell arbeiten wir schon emsig am Programm 2018 und können Euch schon mal verraten, dass wir zusätzlich zum Kalendertrio aus 2017 ein viertes Format auflegen, einen Wandnotizkalender mit extra viel Platz für eigene Notizen und Termine ... damit Du immer all Deine Events pro Monat im Blick hast.


FUNI SMART ART, Typokalender 2017, Publikumsliebling 2017.
FUNI SMART ART, Typokalender 2017, Publikumsliebling 2017.

Ein Wunsch ändert nichts. Eine Entscheidung ändert alles.

BREXIT: 51,9% sagen NEIN zur EU.

Als halbe Britin und ganze EU-Bürgerin erschüttert mich das Referendum. Gestern Abend war ich noch sicher, dass die "Remain"-Fraktion der Insel gewinnen wird. Nun, die "Leave"-Fraktion hat sich durchgesetzt. Mit der FUNI GmbH sind wir Teil des EU-Binnenmarkts und dessen Regelungen. Aber was betrifft uns davon? Nicht viel, nur das Wichtige. 

 

Markt der Möglichkeiten

Menschen, Waren, Kapital und Dienstleistungen zirkulieren frei in der EU. FUNI kann einfach so mit anderen Labels und Läden in einem gemeinsam geregelten Wirtschaftsraum kooperieren. Das verbindet Kreative länderübergreifend und ermöglicht, erleichtert vieles.

Barrierefrei

Weil Europäer zusammenarbeiten sollen, unterstützt die EU ihren Binnenmarkt, der 500 Millionen Einwohner erreicht. Damit die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze nicht hemmen, führte sie Identifikationsnummern ein, die ermöglichen, dass zwei Unternehmen Handel betreiben können - ohne Nachteile, steuerfrei.

Machbare Kommunikation

Dazu gehört auch, dass Europäer miteinander sprechen können müssen, egal wo sie sich gerade aufhalten ohne sich dumm und dämlich zu blechen. Also nahm die EU Telefonanbieter an die Kandare und legte Obergrenzen für Roaming-Gebühren fest.

Verbraucher schützen

Weil der Onlinehandel allerorts zu Missbrauch einlud, schob die EU einen Riegel vor und garantierte fortan jedem Onlinekäufer das 14-tägige Rückgaberecht. Dazu kommen EU-weite einheitliche Standards für Produktsicherheit.


Die EU ist ein Projekt mit vielen Fehlleistungen. Zu ihren Leistungen zählen Frieden, Schutz und Möglichkeiten, die im Miteinander begründet sind. Das Wichtige eben.


FUNI SMART ART, Kunstdruck, Motiv "Alles."
FUNI SMART ART, Kunstdruck, Motiv "Alles."

Ich überlege, ob ich mir Putzerfische kaufe und dann einfach die Wohung flute ...

... und die FUNI Fenster.

Juhu. Nach über drei Jahren hat es uns doch erwischt: Potthässliches Graffiti quer über die Schaufenster des FUNI SHOP gesprayed. Links stand in schönen Lettern "Schund", während rechts das klassische "A" um Aufmerksamkeit bettelte. Was haben wir uns gefreut. 

 

Streetart vs. Streetshit

Dabei lieben wir Streetart. Was wäre Berlin ohne Straßenkunst? Die Hälfte, wenn überhaupt. Hätte uns also beispielsweise eine "Little Lucy" oder "Tina Berlina" oder gar eine "Miss Plattenbau" vom Lokalmatador El Bocho begrüßt, hätten wir uns gefreut. Und zwar so richtig. Und ehrlich.

Kunst kommt von Können

Zugegeben: El Bocho sprüht nicht, sondern klebt seine Kunst auf Hauswände, gerne in Mitte und Prenzlauer Berg. Der macht das, der kann das, der soll das. Das Ex-Bio-Café neben uns war schon mal um eine "Little Lucy" reicher, fand das aber irgendwie nicht gut , lackierte mit schwarz drüber und bohrte seine Leuchtreklame durch. Schade.

A wie ...

Da unsere Graffitis – formschön und braun – vor Hässlichkeit und Inhaltsarmut strotzten und Lichtjahre von Streetart entfernt waren, setzten wir alles daran sie wieder loszuwerden.

Not so easy

Gesagt getan? Nope. Der "Schund" ließ sich noch mit Muskeln, Hartnäckigkeit und Glitzi wegrubbeln. Die Anarchie musste ein Profi mit der Chemiekeule entfernen. Putzerfische, ja ... so nett und hilfreich wär's gewesen ...


Wer ist eigentlich El Bocho? Berliner Streetart at its best. Guck: http://www.elbocho.net/


FUNI SHOP, Schmutzfink-Attacke am Schaufenster. Wat isses schick, wa?
FUNI SHOP, Schmutzfink-Attacke am Schaufenster. Wat isses schick, wa?

LÄUFT. Zwar rückwärts und bergab. Aber läuft.

Berlin, Berlin, Berlin. Wir eröffnen in Berlin. Keine andere Stadt ist so sexy, zieht mehr Leute und Ideen an. 2015 überholte die deutsche Hauptstadt sogar London als erste Wahl für Gründer – zumindest was Wagniskapital-Geber und Tech-Start-Ups angeht.

Gewagt bleibt eine Gründung immer, egal ob mit oder ohne Investor, egal in welchem Bereich. Das liegt am ungewissen Ausgang. Hop oder top? Berlin erlebt nahezu täglich Neugründungen. Die Veteranenstraße in Mitte liefert hierfür ein glückliches und trauriges Beispiel. In unserer Straße eröffnet vieles: manches bleibt … anderes schließt.

 

Leer gefegt.

Schräg gegenüber vom FUNI SHOP hatte Ende 2014 zu unserer Freude ein Interior-Design-Laden eröffnet und schloss Mitte 2015 zu unserem Leidwesen wieder. Seitdem steht die Ladenfläche leer. Ähnlich erging es der Bio-Café-Bar neben uns.

Ratlos.

Ehrlich gesagt können wir über die Gründe nur spekulieren. Sowohl der Design-Laden als auch das Café lieferten ein super sexy Gesamtpaket. Aber: Die Veteranenstraße spielt nicht in der Liga der Kastanienallee (A-Lage), sondern gehört zu den mäßigen B-Lagen. Umsatz über Laufkundschaft zu generieren, gestaltet sich extrem schwierig. Ein neuer Schuppen muss sich erst mal herumsprechen, was Zeit kostet, die wiederum Geld kostet.

Eingeschnürt.

Gleichzeitig brach in den letzten beiden Jahren unter den hiesigen Vermietern eine regelrechte Goldgräber-Stimmung aus. Die Gewerbemieten der A-Kastanienallee erreichten auch die umliegenden B-Straßen. Das Risiko für Newcomer die Miete nicht mehr aufbringen zu können steigt dadurch.

Durchgesetzt.

Einige haben sich in der Straße trotzdem etabliert. Dazu gehören ein extrem hübscher griechischer Feinkostladen und eine unabhängige Fotografenschule. Wir freuen uns mit ihnen und vertrauen darauf, dass noch weitere Erfolgsgeschichten in unserer Straße geschrieben werden. Schließlich ist es Berlin. Alles ist möglich.


FUNI SMART ART Tasse, Motiv "Läuft."
FUNI SMART ART Tasse, Motiv "Läuft."

Ich war so stolz auf die Lösung. Aber leider hat sie einfach nicht zum Problem gepasst.

“Sorry, no photos please!” Aber, warum eigentlich? Nun gibt es endlich diese mega schicken Mega-Pixel-Kameras in allen Smartphones, aber benutzen dürfen wir sie oft nicht. Läden, Galerien, Restaurants, Events und Museen zieren ihre Eingangstüre oft mit einem Fotografieren-Verboten-Piktogramm. Gründe dafür gibt es viele, viele gute und auch viele unterschiedliche.

Wir sagen euch unsere Gründe, denn auch im FUNI SHOP gilt: Bitte nicht. Wir wissen, dass all die Schnappschuss-Jäger nichts Böses im Sinn haben, wenn sie knipsen, was sie gut finden. Uns geht es nicht anders, sobald wir selbst unterwegs sind.

 

Höflichkeit gewinnt

Wer fragt und einen guten Grund liefert, darf auch mal was fotografieren, zum Beispiel das Geburtstagsgeschenk mit der Gruppe abstimmen oder FUNI im eigenen Berlin-BLOG vorstellen. Fragen darf jeder alles, wir erklären uns gerne.

Aber einfach so …?

Einfach nö. Der FUNI SHOP ist randvoll  mit den Erzeugnissen von über 40 Designern. Menschen, die davon leben, dass sie verkaufen, was sie erarbeiten. Unsere Designer allein entscheiden, wie sie mit ihren Bildern und Bildrechten umgehen. Als Design-Verkaufsplattform nehmen wir das bierernst.

Homemade Design

Für FUNI SMART ART gilt das genauso. Natürlich besteht unser eigenes Design-Label aus Sprüchen, die Lachkrämpfe provozieren.

Die will man natürlich teilen. Am besten sofort und über Social Media Kanäle. Verstehen wir.

We keep you posted

Deshalb versorgen wir euch alle mit autorisiertem Bildmaterial im Online-Bereich über Facebook-Beiträge, die FUNI News, den BLOG und unsere Onlineshops. 

Gar nix fotografieren?

Doch. Unser Concept Store im schönen Berlin Mitte bietet fast fünf Meter fotogene Schaufensterfront, die gerne fotografiert werden darf und unser Kundenstopper ist auch nie um einen dummen Spruch verlegen. So "all in all" dürfte das ein fairer Deal sein, oder?


Das Urheberrecht ist ... umfangreich. Die volle Ladung Gesetzestext gibt es im Internet, auch eine Kurzversion und jede Menge Stoff zum Nachlesen


FUNI SMART ART Magnet, Motiv "Lösung."
FUNI SMART ART Magnet, Motiv "Lösung."

Jubeljubiläum - FUNI wird 3 ;)

Heute, am 13.02.2016, feiert FUNI Geburtstag. Denn haargenau vor 3 Jahren hat der FUNI SHOP eröffnet. Yeah!

Damit ist FUNI höchst offiziell aus den Start-Up-Windeln und aus dem Gröbsten raus. In 3x 365 Tagen haben wir viel erlebt, gelitten, gemacht, erreicht, entwickelt, verworfen, verändert, angepasst und erkämpft. Gut so, das soll so ;).

 

 

3 oder 5?

Wie lange darf man Start-Up spielen? Optimisten sagen drei Jahre, Realisten fünf. Uns egal, Jungunternehmer bleiben wir sowieso. Wir feiern heute unsere ersten drei Jahre und freuen uns “urst”, dass wir es mit dem FUNI SHOP und FUNI SMART ART bis hierher geschafft haben.

Merci!

Wir sagen Danke! An alle Kunden, die den FUNI SHOP und unsere Design-Geschenke für sich entdeckt haben. Wer öfter mal reinschaut weiß, dass wir immer wieder kleine Geschenke verteilen. Heute bekommt jeder Käufer eine FUNI SMART ART Postkarte geschenkt. 


FUNI SMART ART Kunstdruck, Motiv "alles."
FUNI SMART ART Kunstdruck, Motiv "alles."

Aber in meinem Kopf hat das gerade noch Sinn gemacht!?

Jüngst mussten wir lernen, dass selbst ein Gerichtsurteil, das vor 1,5 Jahren gefällt wurde durchaus sinnfrei sein kann. Zur Erinnerung: Wir verklagten ein Berliner Copycat auf Unterlassung, gewannen und schlossen den Fall noch 2014 ab. Warum auch nicht? Vorbei ist vorbei, oder?

Denkste. Wir erhielten Post vom Landgericht. Dort heißt es nun, dass wir die noch offenen Gerichtskosten der Gegenseite übernehmen müssen. Denn als Kläger seien wir alternativer Zweitschuldner, wenn der eigentliche Schuldner nicht auffindbar und/oder das Geld nicht eintreibbar sei. Übersetzt: Wir haften per Gesetz für dessen Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit.

Häh?

Aber es kommt noch besser. Kommen wir der Zahlungsaufforderung nicht nach, tragen wir die Konsequenzen (Mahngebühren). Begleichen wir seine Rechnung, dürften wir als Ausgleich die Kosten erneut vor Gericht einklagen (neuer Prozess) und selbst beim Schuldner eintreiben. Kein Witz.

Finde den Fehler

Wohlgemerkt, dem gesamten Staatsapparat gelang es bis heute nicht Person und/oder Geld aufzuspüren. 

Gut, wie hoch das tatsächliche Engagement ausfiel, wissen wir nicht und werden wir auch nicht herausfinden. So oder so müssten wir jetzt ran. 

‘n Appel und ‘n Ei

Der offene Rechnungsbetrag ist einerseits gering, andererseits geht es ums Prinzip. Der eigene Gerechtigkeitssinn windet und krümmt sich am Boden. Was kommt noch? Nach Rücksprache mit unserem Anwalt zahlen wir das Landgericht, denn alles andere wäre 1. aussichtsloser , 2. teurer und 3. sinnfreier. Na dann. 


FUNI SMART ART Notizbuch, Motiv "Sinn?!"
FUNI SMART ART Notizbuch, Motiv "Sinn?!"

HURRA! ... ach nee, doch nicht ...

Mit genau 24 FUNI SMART ART Motiven im Gepäck trauten wir uns 2013 das Fachpublikum einer bekannten Münchner Trendmesse für Geschenkartikel zu beglücken. Rückblickend und mehr als 90 Motive später kommen wir aus dem Schmunzeln gar nicht mehr raus. Unsere Messe-Premiere wirkt heute … ja, niedlich ;)

Als absolute Beginner buchten wir uns einen Messestand von der Stange in der Newcomer-Area. Super sinnvoll, weil der Messeveranstalter dort zumindest Boden, Wände, Mobiliar und Beleuchtung stellt. Wir mussten nur noch einziehen, pimpen, dekorieren. Angesichts des akuten Produktmangels auch schon keine leichte Aufgabe.

Greenhorns am Werk

Die Herausforderung: 24 Motive bilden noch kein Sortiment und Poster, Postkarten und Beutel noch keine Produktpalette. Das wussten wir damals noch nicht. Gelernt haben wir das schnell und auf die harte Tour: “Mädels, was ihr macht, ist super und auch witzig, aber … ihr müsst das echt noch ausbauen.”

Klar wie Kloßbrühe

Unterkriegen ließen wir uns davon nicht. Es waren ja immerhin schon 24 Motive, nach gerade mal einem halben Jahr im Geschäft nicht die schlechteste Bilanz … nur eben keine messetaugliche Auswahl. Die berechtigte Kritik der Händler können wir heute mehr als gut nachvollziehen. Gleichzeitig wundern wir uns, dass wir überhaupt Partner-Händler durch diesen Messeauftritt gewinnen konnten. Mit vielen von den mutigen Erst-Einkäufern hat sich über die Zeit eine schöne Geschäftsbeziehung entwickelt.

Also auf ein Neues?

Leider nein. Bock hätten wir schon. Ein weiterer bzw. zweiter Messeauftritt schaut aber auch in 2016 nicht raus – aus Gründen jenseits von Motiven und Sortiment. Beides könnten wir mittlerweile ausreichend vorweisen. Was uns fehlt ist Zeit. Neben dem Tagesgeschäft und den regulären Märkten samt deren Vor- und Nachbereitung kriegen wir keine Messen mehr dazwischen gequetscht. Aber, aufgeschoben ist nicht aufgehoben … ;) Als kleines Zuckerl gibt es ab jetzt die FUNI News für Händler per Mail und natürlich unseren Händler-Onlineshop.


Wer seinen Laden um FUNI SMART ART bereichern will, meldet sich ganz einfach an und kann dann direkt im Händler-Onlineshop losshoppen. Die FUNI News für Händler liefern alle News rund um unser kleines Design-Label als Mail.


DuMont feat. FUNI SMART ART, Typo-Kalender 2016 jetzt kaufen.
Der erste FUNI SMART ART Messe-Versuch 2013 in München.

Hey, entschuldige bitte, wenn ich mich manchmal etwas ungeschickt und tollpatschig anstelle ...Ich lebe zum allerersten Mal.

Lizenzgeschäfte bilden so was wie eine Business-Wundertüte. Man weiß nicht was drin steckt bis man reinschaut. Oft gilt leider: außen hui, innen pfui. Muss das so sein? Nein. Ein Partner-Verlag beweist das Gegenteil.

Eine regelrechte Bruchlandung als Lizenzgeber legten wir beim ersten Mal hin. Aus heute unerfindlichen Gründen lizenzierten wir 40 FUNI SMART ART Motive an unseren damaligen Magnetproduzenten. Aus dem Produzent und Lizenznehmer wurde nach Lizenzende einszweidrei ein Copycat in Reinkultur. Nach gewonnenem Gerichtsprozess schworen wir uns: Nie wieder Lizenz.

Alle über einen Kamm scheren?

Wegen eines schwarzen Schafs sollte niemand die Lizenz in die Tonne kloppen. Der DuMont Kalenderverlag überzeugte uns davon, dass Lizenzen nicht nur Mehrwert für beide Seiten schaffen, sondern auch noch Spaß machen können, z.B. wenn es um einen gemeinsamen Typokalender geht ;).

Lizenz mit Fun-Faktor

Die Zutaten für diese Zusammenarbeit lesen sich denkbar einfach: Beide Parteien sprechen miteinander, fixieren das Wichtigste vertraglich und halten sich an Termine und Absprachen. Dazu kommt eine satte Portion Ehrlichkeit und fertig ist der Happy-Mix. Ergebnis ist der witzige Typokalender, der den Machern und den Käufern das Jahr 2016 versüßt.

Trotz schlechtem Timing

DuMont hätte keinen schlechteren Moment abpassen können, um uns seine Posterkalender-Idee zu präsentieren, denn wir standen noch knietief im Linzenzsumpf der Magnetgeschichte und klagten gerade unsere Rechte ein. Doch der Kalenderverlag wusste zu überzeugen: mit viel Erfahrung, einem guten Ruf, fairen Konditionen und einem exzellenten Team.

Zweite Chance für die Lizenz

Heute sind wir froh und dankbar die Kalender-Partnerschaft mit DuMont eingegangen zu sein und freuen uns, dass der gemeinsame Erstling bereits in der 2. Auflage nachgedruckt und auf der Frankfurter Buchmesse als Publikumsliebling ausgezeichnet wurde. Gemeinsam geht eben doch mehr.

To be continued

Logischerweise geht der Typokalender mit FUNI SMART ART Motiven 2017 in die nächste Runde. Das Schaltjahr winkt dann zusätzlich mit einem taschentauglichen Zusatzformat und Sprüchen im Quadrat.


Was ist eine Lizenz?

Ganz platt: Eine Lizenz erlaubt etwas zu tun, was ohne sie verboten wäre.

Beispiel:

Wir (Lizenzgeber) haben DuMont (Lizenznehmer) die Rechte für zwölf FUNI SMART ART Motive eingeräumt, um so das Produkt Typokalender 2016 gemeinsam zu realisieren.


DuMont feat. FUNI SMART ART, Typo-Kalender 2016 jetzt kaufen.
DuMont feat. FUNI SMART ART, Typo-Kalender 2016 jetzt kaufen.

Ich riskiere lieber alles fallen zu lassen, statt zwei Mal zu gehen.

Der FUNI-typische Wahnwitz schlug zu. Seit 01. September ist es amtlich und verbrieft. Neben dem Winter-Tollwood in München, werden wir absolut parallel und zeitgleich auf dem Weihnachtsmarkt am Wasserturm in Mannheim mitmischen und weil das noch nicht reicht, legen wir die Kölner Christmas-Avenue oben drauf.

Vom 24. November bis einschließlich 23. Dezember geben wir in drei verschiedenen Städten (plus Berlin) die Manege frei für ein Best-Of der aktuellen FUNI SMART ART Kollektion, abgestimmt auf Menschen in akuter Weihnachtsgeschenke-Not.

JA! und jetzt?

Wie ist das denn passiert? Nebenbei. Spontan. Köln und Mannheim haben bei uns durchgeklingelt, uns verlockt und zappzerapp eine verbindliche Zusage unsererseits erwirkt. Zum Zeitpunkt des JA hatten wir übrigens noch keinen blassen Schimmer wie wir das stemmen sollen.

Zum Heulen zu spät ...

… also ranklotzen. Da wir der mittelalterlichen Methode des Vierteilens nicht viel abgewinnen können und des Klonens nicht mächtig sind, mussten wir ganz schnell kluge Köpfchen mobilisieren, die uns und FUNI SMART ART vor Ort repräsentieren und ihre Arbeit und Motivation in den jeweiligen Marktstand stecken.

Mehr Glück als Verstand …?

... Joah, wahrscheinlich! Winter-Märkte bespaßen, ist was für Hardliner. In der Kälte über Stunden, Tage und Wochen ausharren und dabei gute Laune versprühen, will und kann nicht jeder. Silke schon. Deshalb übernimmt sie traditionell das Standmangement in München. Für Mannheim konnten wir die markterprobte und charmante Lokalmatadorin Sabs gewinnen. 

Und die Kölner Christmas-Avenue stellt das Improvisations- und Allroundtalent Chris auf die Beine. Fettes DANKE, Mädels!

Drehkreuz Berlin

Die nächsten Wochen werden wir damit beschäftigt sein, die Finanzierung zu sichern, die Marktpalette von FUNI SMART ART vorzuproduzieren und eine (hoffentlich) funktionsfähige Logistik aufzusetzen. Geht der Plan auf, ist jeder und alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Entpuppt sich der Plan als scheiße, müssen wir improvisieren. Kennen wir ja schon. Glück auf!


Der FUNI SMART ART X-MAS-Truck rollt an für:

Winter-Tollwood:

24.11. - 23.12.2015, München, Theresienwiese mit Silke.

Christmas Avenue:

24.11. -  23.12.2015, Köln,  im "Bermuda-Dreieck" zwischen Schaafenstraße und Pilgrimstraße mit Chris.

Weihnachtsmarkt Mannheim:

25.11. - 23.12.2015, Mannheim, Am Wasserturm mit Sabs.


FUNI SMART ART, Poster, "Risikotyp."
FUNI SMART ART, Poster, "Risikotyp."

"Unmöglich", sagt der Verstand. "Riskant", sagt die Angst. "Sinnlos", sagt der Zweifel. "Mach's", flüstert das Herz.

Top Ten Baustellen:  Schlusswort – Reden hilft.

Nach all den Baustellen, Stolpersteinen und Fallen, wären jetzt ein paar Patentrezepte gefragt, gelle? Hmmmmpf. Die haben wir leider nicht in peto. Warum nicht? Was heute gut funktioniert, kann morgen schon nicht mehr funktionieren. Alles ändert sich andauernd.

Bedeutet im Umkehrschluss: Nix is fix. Und das ist gut so. FUNI sah anfangs auch mal anders aus als heute. Und morgen? Wenn wir das wüssten ... Dafür bleibt es spannend und wir lassen uns nur zu gerne überraschen.

Mund auf

Weil wir öfters von unserem eigenen Projekt überrumpelt werden (Baustellen ploppen zumeist ohne Ankündigung auf), rühren wir mal die Werbetrommel für das Prinzip “geteiltes Leid = halbes Leid.”

Me, myself & I

Klar führen Gründer viele Streitgespräche zunächst mit sich selbst. Irgendwo muss man ja anfangen. Mit anderen zu sprechen und sich auszutauschen, hilft deutlich mehr. Erstens zwingt es einen Tacheles zu reden. Zweitens lassen sich so andere, neue und zweite Meinungen einholen.

Sparing Partner gesucht

Können Freunde und Familie das leisten? Ja, wenn auch wahrscheinlich nicht ausschließlich. Leute, die im selben oder in einem ähnlichen Boot sitzen, meistern selbst den Business-Alltag und Krisen aller Schwierigkeitsgrade.

Sie wissen daher, was Sache und was gefragt ist. Mit über 30 Designern im FUNI SHOP haben wir uns ein eigenes kleines Kompetenz-Netzwerk sozusagen inhouse aufgebaut, was unglaublich wertvoll und schön ist.

Wanted: skills

Aber: Viele Wege führen zum Netzwerk. Also Facebook-(Selbsthilfe-)Gruppen beitreten? Ja, auch. Oder Foren befragen, Tage der offenen Türe (z.B. bei der IHK) nutzen, Gründer-Stammtische besuchen. Was auch immer. Know-How kursiert viel im Internet, aber tatsächlich auch auf der Straße. Womöglich sogar im selben Haus? Nichts ist wertvoller als die am eigenen Leib erfahrene Erkenntnis. Davon profitiert jeder selbst am meisten und andere profitieren idealerweise mit. Fehler müssen gemacht werden. Klar. Aber wenigstens machen nicht alle die gleichen Fehler ;)


Online-Plattformen wie fizzle.co helfen mit Tutorials und anderen Skills bei der eigenen Unternehmensgründung.


FUNI SMART ART, Poster, "Mach's."
FUNI SMART ART, Poster, "Mach's."

Leben ist wie Fahrrad fahren. Manchmal musst Du ganz schön strampeln, wenn Du nicht umkippen willst.

Top Ten Baustellen: #10 – Startkapital

Gegen den Wind der ersten Jahre muss ganz schön angekämpft werden. Damit dabei nicht die Puste ausgeht vorher Kapital einholen.

Da nur Wenige aus dem Stand Millionen umsetzen (außer die "WhatsApps" dieser Welt), steht erst mal eine harte Phase der vielen Arbeit, der wenigen Zeit, des geringen Verdienstes und des knappen Kapitals an. Stichwort Kapital: Das darf wenig aber nicht zu wenig sein. Nie.

Legendäres Fettnäpfchen

Wer das mit dem Geld vermasselt, kann einpacken. Aus die Maus. Die Finanzierung (samt Reserven) der Geschäftsidee muss stehen, koste es was es wolle. Schief gehen kann’s immer noch, aber zumindest nicht wegen offener Rechnungen.

Doppelter Boden

Startkapital muss definitiv her. Wir kalkulierten unseren Bedarf indem wir im Businessplan auf jeden einzelnen Mini-Kostenpunkt (z.B. Strom oder Kopierpapier) satte 30 Prozent aufschlugen und auf die Gesamtsumme noch mal 30 Prozent. Nur für alle Fälle und … Baulöcher aller Art. Spießig? Ja. Ängstlich? Auch ja. Sinnvoll? Aber ja doch.

No Million Dollar Baby

FUNI versprach keine Cash-Cow im Sinne von Investoren zu werden. Millionen würde das Konzept nicht abwerfen und keinesfalls global, online und schnell. Das NEIN von Investoren erschien uns als nicht-digitales Start-Up vorprogrammiert. Folglich sparten wir uns das Gerenne gleich.

Kleinvieh

Also ab zur Bank. Unser Kapitalbedarf war insgesamt überschaubar. Uns war wichtig, dass wir die volle Summe bei Scheitern zurückzahlen könnten. 

Irrwitzigerweise gelingt es einfacher viel Geld aufzunehmen als wenig, weil Kredithäuser an kleinen Darlehen nur minimal mitverdienen. Und FUNI bewarb sich aus Banker-Sicht um einen Mini-Pups-Kredit.

50 | 50

Dazu kam: 50 Prozent steuerten wir an Eigenkapital bei. Die andere Hälfte sollte die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) durch einen zinsgünstigen Gründerkredit beisteuern. Die Krux: Ohne die Zusage der zukünftigen Hausbank verweigert die KfW jeglichen Kreditsegen. Gründer müssen erst eine “normale” Bank aufreißen, die ihnen einen Pups-Kredit zu einem Pups-Lohn an die KfW durchleitet. Plus: Das Bank-Team muss den Papierkrieg der KfW kartonweise bearbeiten und bewältigen.

1x JA reicht völlig

Das lohnt sich für Banken wenig, eigentlich gar nicht. Bei den meisten sind wir deswegen direkt intern abgeschmiert – außer bei einer. Unsere Betreuer dort sahen in uns viel Potenzial, wenig Risiko und zukünftige Normal-Kunden. Sie winkten uns bei der KfW durch und begleiten uns heute aktiv als Geld-Experten. Danke.

 


Das Online-Magazin Gründerszene räumt in einem netten Artikel mit Mythen zur Start-Up-Finanzierung auf.


FUNI SMART ART, PostkartenSet, "Glückskarten."
FUNI SMART ART, PostkartenSet, "Glückskarten."

2 Schurken

Solange der Chef so tut als ob er mich richtig bezahlt, tu ich so als würde ich richtig arbeiten.

Top Ten Baustellen: #9 – Verträge

Zu einem Vertrag gehören immer zwei. Zwei Schurken? Durchaus möglich. Zumindest dann, wenn die Vertragspartner (einer oder beide) im Fallen stellen und (Bau-)Gruben ausheben hoch qualifiziert sind.

Dass das böse ausgehen kann, haben wir selbst am eigenen Leib erfahren. Am Ende standen wir jedes Mal vor Gericht und mussten der Gegenpartei Mores lehren. Muss das sein? Nö. Glücklicherweise existieren genug Gründer-Geschichten, die ohne Anwalt und Prozess auskommen. Wir selbst arbeiten noch dran.

Must-Have

Zugegeben: Einen guten Ruf genießen Verträge nicht. Nur, ohne geht es auch nicht. Nur durch ihre Unterschrift einigen sich Vertragspartner verbindlich auf die getroffenen Vereinbarungen und verpflichten sich gegenseitig. Ohne Klauseln im Jetzt keine Sicherheit im Morgen.

Achtung heiß!

Seit Eintragung unserer funi GmbH ins Handelsregister trudeln uns mit schöner Regelmäßigkeit dubiose “Angebote” zur Firmendatenpflege von Abzockern ins Haus. Manche Firmen halten sich für umwerfend smart und tunen ihre Briefe so, dass sie auf den ersten Blick aussehen wie Post vom Handelsregister oder vom Gewerbeamt. Dahinter verstecken sich auf den zweiten Blick Abo-Fallen, die mit Unterschrift und Rücksendung eine zweijährige Mitgliedschaft samt sauteurer Beitragszahlung einleiten. Rotzfrech die Masche, aber gleichzeitig rechtssicher und lukrativ.

Besser vorher als nachher

Wer will und kann delegiert seine Rechtsgeschäfte gleich an einen Fachanwalt. Prinzipiell eine gute, wenn auch kostspielige, Idee, die dem Gründer viel Ärger ersparen kann. Gesellschaftervertrag, Mietvertrag, Lizenzvertrag und ähnliche Dokumente verdienen aufgrund ihrer Laufzeit und Brisanz mindestens einen groben Check-Up. Online-Kanzleien bieten das oft standardisiert zum Festpreis. Nicht perfekt, aber oft gut genug.

Rechtsschutzversicherung: Ja oder nein

Zu unserem Versicherungspaket gehört auch eine Rechtschutzversicherung. Über deren Sinn oder Unsinn können wir noch nicht viel aussagen. Der Copycat-Prozess fiel in den Bereich der gewerblichen Schutzrechte, ergo eigenes unternehmerisches Risiko, ergo nicht von der Versicherung abgedeckt. Der Immobilienprozess fiel in die dreimonatige Sperrzeit. Dumm gelaufen. Dazu kommt, dass wir wirklich hoffen dieses Jahr prozessfrei abzuwickeln. Glück auf!


FUNI SMART ART, BüroPrint, Poster, Motiv "2 Schurken."
FUNI SMART ART, BüroPrint, Poster, Motiv "2 Schurken."

Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende ...

Top Ten Baustellen: #8 – (Umsatz-)Erwartung

Maximal ergebnisoffen. Jung-Unternehmer können nur hoffen, nicht wissen. Zahlt sich die Gründung aus? Ja, nein, vielleicht, wann? Die hohen (eigenen) Erwartungen übersteigen die realen Tatsachen oft um ein Vielfaches.

Wir haben auch zunächst an der Realität vorbeigeplant, weil sich die zukünftige Realität nun mal schwer vorhersagen lässt. Macht nichts. Erwartungen lassen sich beliebig hoch- oder eben runterschrauben. Und Unternehmer können bzw. müssen sich sowieso der Realität anpassen. Je früher desto besser, weil: die Baustelle bleibt.

Umsatzerwartung: ↘

Wie prognostiziert man Umsatz? Uff. Das ist ein Thema, das jeder anders anpackt. Für den FUNI SHOP (Einzelhandel) setzen wir im Businessplan folgende (hier vereinfachte) Formel an: Von den aus den Stichproben hochgerechneten 1000 Passanten (Kiezbewohner, Spaziergänger, Vorbeiläufer, Touristen) am Tag kaufen 5 Prozent für durchschnittlich 10,00 Euro bei uns ein.

Stabilisieren: ↗

Theoretisch hätte das so eintreten können, praktisch lieferte die Veteranenstraße einfach zu wenig Passanten. Gründe? Die Tramlinie 12 fuhr nicht (ab 29.08 änderst sich das – halleluja), Geschäfte standen leer, Baustellen all over … und zig andere Gründe, auf die wir noch gar nicht gekommen sind. Was also tun, wenn ein Geschäftsfeld wackelt?

Mehr Stützen unter das Projekt klemmen und verwandte Geschäftsfelder erschließen: Online gehen (Shops) und mobil machen (Märkte). Ein Standbein wackelt fast immer, die anderen gleichen dafür aus.

Überbrücken: ↺

Beispiel: Mit dem Poststreik ist der Onlinehandel deutschlandweit in die Knie gegangen. Das gilt zwar nicht für alle Plattformen und erst Recht nicht für alle Onlineshops, aber leider beispielsweise für notonthehighstreet.de. Obendrein verkündete jüngst deren britische Mutter-Plattform ihren deutschen Ableger dicht machen zu wollen. Blöd und schade. Uns entstanden so Umsatzeinbußen, die wir nicht vorhersehen konnten. Schön, dass andere Standbeine tapfer die (Umsatz-)Stellung halten, wie zum Beispiel der FUNI SHOP, funi-smart-art.com und das Tollwood-Festival in München.


FUNI SMART ART, BüroPrint, Poster, Motiv "Alles gut."
FUNI SMART ART, BüroPrint, Poster, Motiv "Alles gut."

Das Problem gefällt mir nicht. Zeig' mir mal das Nächste →

Top Ten Baustellen: #7 – Marketing | Werbung

„50% bei der Werbung ist rausgeworfenes Geld. Man weiß aber nicht welche Hälfte.“ Das war doch? Henry Ford! Genau der isses. Und Recht hatte der brillante Kopf leider auch noch damit.

Fords Zitat besagt knallhart, dass Unternehmer 50% ihres Werbegeldes genauso gut im Ofen verheizen könnten. Hmmmmmpf. Denkbar schlechte News für Start-Ups. Das zuvor hart erkämpfte Startkapital zählt zu den knappsten Gütern der Gründerjahre und will lieber rentabel investiert als verbrannt sein.

Wer nicht wirbt, stirbt! (H.Ford)

Also kein Marketing? Kommt genauso wenig in Frage. Was keine Sau kennt, interessiert keine Sau. Punkt. Also Werbung klug einsetzen. Das beginnt damit Werbung zu verstehen. Im Prinzip hat sich seit dem Marktschreier nämlich nicht viel getan. Es geht seit eh und je ganz platt um Aufmerksamkeit: “ich – hier – jetzt.”

Hallo!

Für jenes “ich - hier - jetzt” produziert die Werbeindustrie viel Tipps, Tricks und Tools. Das Meiste davon (z.B. Fernsehspot, Print-Kampagne, Plakatwerbung) fällt für Gründer wie die FUNIS in aller Regel flach, weil zu kapitalintensiv, aufwendig und riskant. Bleibt nur die Flucht in die Onlinewelt und die Konzentration auf den Kern. Was macht mich besonders?

Back to Basics

Für das Look & Feel eines Ladens erobert sich die 3-D-Marke zu Recht eigene Schutzrechte. Wir finden: Jeder in das Laden-Ambiente investierte Euro sitzt goldrichtig. Schaufenster, Beleuchtung, Einrichtung, Design, Musik, Fassade, Sortiment – je einzigartiger die Gestaltung, desto höher die Chance bei Passanten aufzufallen und im Gedächtnis zu bleiben. Auch das ist Marketing, aber durch die Hintertür.

Online aufrüschen

Online-Marketing kostet meist wenig bis nichts und kennt fast keine Grenzen. Einzige Hürde: die Pflege. Laufend frische Inhalte (Content) zu produzieren, erfordert viel Zeit und Hirnschmalz. Statische Seiten mit dem Charakter eines Archivs straft Google ab (SEO), langweilen den User (Klicks) und hinterlassen einen faden Nachgeschmack (Image). Also lieber nicht alles mitnehmen, dafür das Wenige richtig, wie z.B. die Corporate Site, Onlineshops oder Facebook.

Nur der erste Schritt

Werbung bringt sowohl offline als auch online nur den Erstkontakt. Alles was danach kommt, hat viel mehr mit Service und Leistung zu tun. Nur zufriedene Kunden kommen wieder und – was noch wichtiger ist – empfehlen weiter. Sie sagen, was sie erwarten und honorieren, wenn sie es bekommen. Dieses Wechselspiel muss sich erst eingrooven, was einfach seine Zeit dauert.


FUNI SMART ART, Postkarte, "Nächstes Problem."
FUNI SMART ART, Postkarte, "Nächstes Problem."

1 Idee ...

Umschulung zum Pandabären: Dann finden mich alle niedlich, wenn ich faul rumliege und immer dicker werde.

Top Ten Baustellen: #6 – Zielgruppe

“Der Kunde ist König.” Dieser Mini-Satz verursacht fiese Ohrenschmerzen, so abgedroschen und durchgelutscht klingt er und dennoch: er bleibt wahr.

Jedes Unternehmen bedient seinen Kundenkreis. Deren Wünsche zählen und takten das Unternehmen. Eine Zielgruppen-Spezialisierung kann beim Unternehmensaufbau helfen ... muss aber nicht ;).

Kunde, wer bist Du?

Wer die breite Masse ansprechen will, scheitert leichter. So oder ähnlich propagieren es diverse Gründerportale. Daher muss eine Zielgruppe her, die das Ding rockt. Is das so?

Angedacht: LGBT

Wir hatten FUNI anfangs (zu Businessplan-Zeiten) auf die Rainbow-Community ausgerichtet, sprich: Lesbian Gay Bisexual Transgender People (LGBT) und schräge Typen im Allgemeinen. Die Charakteristika der FUNI-Zielgruppe klangen vielversprechend: klar definiert, groß genug, gut erreichbar, stylisch, solvent und loyal. Ideale Voraussetzungen, oder?

Kam anders

Wie so oft haben wir die Rechnung ohne die Berliner gemacht. Nicht umsonst lautet ein viel zitiertes Bonmot: "Du bist verrückt mein Kind. Du musst nach Berlin." Mit den Merkmalen anders, durchgeknallt, stylisch und designverliebt identifiziert sich hier die Mehrheit, der Durchschnittsberliner.

Aber weniger die LGBT-Community. Witzigerweise interessierte sich unsere Zielgruppe nicht besonders für FUNI, dafür die breite Masse: von der Oma mit lila Haaren über die Nerds und Hipster aus der Nachbarschaft bis hin zum Banker auf dem Heimweg und der frisch gebackenen Mami samt Kinderwagen.

Auch ok ;)

Wir glaubten das zunächst selbst nicht, so geblendet und überzeugt waren wir vom Zielgruppenzwang. Aber: Unverhofft kommt eben oft. Mit der Eröffnung von FUNI offenbarte sich die Chance Berliner, Zugezogene und Berliner auf Zeit (die Touris) auf Geschenkejagd anzusprechen.

Famos

Das klappt nicht nur gut, sondern macht durch die vielen unterschiedlichen Kunden richtig Spaß. Mit Geschenken jenseits von 0815 und TypoKunst mit Schmunzelfaktor lassen sich eben doch alle begistern, die Lust darauf haben. Ganz einfach. Eine Zielgruppe kann sinnvoll sein, war es aber in unserem Fall nicht.

PS: FUNI war, ist und bleibt natürlich auch gay-friendly.


FUNI SMART ART, BüroPrints, Poster, Motiv "Eine Idee."
FUNI SMART ART, BüroPrints, Poster, Motiv "Eine Idee."

9 von 10 Stimmen

in meinem Kopf sagen ich bin verrückt. Die andere summt die Melodie von "Alle meine Entchen."

Top Ten Baustellen: #5 – Marktforschung

Ideen sind super. Aber funzen sie auch? Über ihren Erfolg und Misserfolg entscheidet nur der Markt. Er spricht das letzte Wort. Das wird schon irgendwie, sagen sich viele. Kann es auch. Mit Mut zur Lücke und einer Portion Glück lassen sich fabelhafte Erfolgsgeschichten schreiben – oder nicht.

Vielleicht doch lieber Marktforschung? Das klingt nach Statistik-Fetischismus und wenig sexy. Es tut dennoch Not. Wer sich eine Nische in seinem Markt sichern will, dem schadet es nicht zu wissen, wie er funktioniert (Angebote), warum er existiert (Nachfrage) und wer mitspielt (Wettbewerb). Heute wüssten wir das.

Digital ist nicht real

Zugegeben: In das Bauloch der Marktforschung sind wir sehenden Auges ungebremst gerast. Weil wir unsere Selbständigkeit zu 80% aus der Ferne (auf Weltreise) und dazu online konzipiert haben, mussten wir auf reale Vor-Ort-Recherche komplett verzichten. Das ist – wenn überhaupt – nur eingeschränkt zu empfehlen.

Berlin, Berlin, Berlin

Angetreten sind wir gleich mit vier Standbeinen, alle verortet im Kreativbereich: FUNI SHOP (Design-Laden), FUNI SMART ART (Label),  FUNI CAFÉ (Snack-Café) und FUNI HOUSE (Mini-Hostel). An sich schon ambitioniert. Schier wahnwitzig erscheint das Projekt durch den Faktor Berlin. Hier existiert fast nichts, das NICHT kreativ, designlastig oder sonstwie abgedreht daher kommt. FUNI war also ein weiteres Add-on, aber sicher keine Antwort auf eine Marktlücke.

Bummsvoll

Der Berliner Kreativ-Markt ist riesig, pappsatt und randvoll mit Konkurrenz. Eine Mischung, die kein Gründer für den Start haben will. Trotzdem machbar? Ja. Die Nachfrage ist gut. 

Designverliebte Kunden sind gleichzeitig von Berlin designverwöhnt. Um sie zu überzeugen, gilt es sich alle Beine auszureißen. Es braucht die volle Ladung Engagement und Durchhaltevermögen von Seiten der Anbieter. Wer ein volles Jahr besteht und sein Angebot feinjustiert, hat ein Ticket auf Erfolg.

Funzt nicht

Als Erstes begruben wir das FUNI HOUSE. Auf dem Berliner Immobilienmarkt fanden wir bis zuletzt kein passendes Dach. Amen. Zeitnah schossen wir das FUNI CAFÉ samt Snacks und Cupcakes ab. Mit den exzellenten Cafés der Kastanienallee ums Eck konnten wir nicht konkurrieren. Chapeau ;)

Funzt

Blieben der FUNI SHOP und das Label FUNI SMART ART für Design-Junkies und der Takeaway-Kaffee für Koffein-Süchtige. Diese Kombi konnte sich einnischen und sich einen Platz auf dem Markt sichern. FUNI steht seither für handverlesene Design-Geschenke, Typokunst mit Schmunzelfaktor, Handmade-Chic mit Witz, faire Preis-Leistung und … lecker Fair-Trade-Kaffee.


FUNI SMART ART, Postkarten, "BüroCards."
FUNI SMART ART, Postkarten, "BüroCards."

6 Überstunden habe ich notiert ...

... weil ich heute nacht mal wieder einen anstrengenden Traum von der Arbeit hatte.

Top Ten Baustellen: #4 – Arbeitsaufwand

Prognosen wackeln. Selbst der Wetterdienst liegt mit der Wettervorhersage öfters total daneben. Chefs verschätzen sich gerne, wenn es darum geht, wieviel Arbeit tatsächlich in 8 Stunden Arbeitszeit passt. Das liegt an der Zicke Zukunft, die macht was sie will.

Und Gründer? Stolpern über die Frage, was eine einzige Person in 24 Stunden alles bewältigen kann, soll oder muss. Wegen des Erfolgsdrucks besteht die Gefahr sich selbst alles – und noch mehr – abzuverlangen. Im Worst Case übersieht der Jungunternehmer den Warnhinweis mit “Achtung: Total-Erschöpfung” und verschwindet im Bauloch der Überarbeitung.

Doppelt hält besser

Die FUNIS gehören zur Fraktion Gründungsduo. Zwei Personen schaffen mehr – auch mehr Arbeit. Und jede Menge davon fällt mit jeder Gründung an. Egal wo, egal was. Teamgründungen sind gegenüber Solisten klar im Vorteil.

Palettenweise wegschaffen

Das erste Jahr hat uns beide bluten lassen. Und dennoch: Viele Standbeine reduzieren das Risiko. Also haben wir das FUNI Konzept Schritt für Schritt umgesetzt und ausgedehnt: 1. Shop eröffnen, 2. Onlinehandel aufsetzen, 3. Märkte mitnehmen, 4. Reselling starten. Unterm Strich: erst mal kein Plus an Umsatz, dafür ein Plus an Arbeit.

Hart am Limit

Einerseits hat sich die Plackerei gelohnt: Die funi GmbH läuft. Und wir haben unseren Traum (und das ist er bis heute geblieben) verwirklicht. 

Andererseits haben wir uns und unsere Leistungsfähigkeit überschätzt: 24/7 für die Sache kommt nicht ohne Verfallsdatum.

Unbezahlbar: Helfende Hände

Ewig hält den Wahnsinn keiner durch. Auf dem Ohr waren wir allerdings lange taub und obendrein stur. Wir hatten uns schlicht an die Dauerbeschallung gewöhnt. Erst als uns eine Freundin kurzzeitig im FUNI SHOP unterstützte, erkannten wir, dass wir zwei dauerhaft nicht alles allein bewerkstelligen können. 

Just in time

Also haben wir uns für den Laden helfende Hände gesucht und sie mit Nina Leonhard zum Glück auch gefunden. Unsere Marktauftritte haben wir in die erfahrenen Hände unserer Geschäftspartnerin Silke Gottschalk gelegt. Beide leisten ganz famose Arbeit und gehören mittlerweile zum FUNI Kern. Hooooray!


FUNI SMART ART, BüroPrint, Motiv "Sechs Überstunden."
FUNI SMART ART, BüroPrint, Motiv "Sechs Überstunden."

0 Bock.

Hirn konnte leider keine Verbindung zur Arbeit herstellen. Überprüfen Sie Ihre Motivation und versuchen Sie es dann erneut.

Top Ten Baustellen: #3 – Businessplan

Von 0 auf 100 in 1,0 Sekunden. So fühlt es sich an, wenn der Geistesblitz einschlägt. Im Gehirn des “Geblitzdingsten” (des Gründers) spielen die Synapsen verrückt und entfachen ein Feuerwerk der Ideen. Das Ergebnis: die volle Ladung Tatendrang. Es soll jetzt losgehen, am besten gestern … ach was, vorgestern. 

Als uns im April 2011 mitten im Nirgendwo (aber doch irgendwie Australien) bei einzweidrei Bier die Idee zu FUNI ereilte, spielten wir genauso verrückt. Vor der Internetrecherche surften wir auf einer regelrechten Welle der Euphorie.

Herrje :(

Nach der Internetrecherche brachen die Wellen der Erkenntnis über uns herein. Ohne genug eigenes Geld musste fremdes her. Geldgeber sagen nur mit (gutem) Businessplan vielleicht JA statt sofort NEIN. Wir fielen in ein Motivationsloch. Beide Gründer in spe verstanden sich als Design-Junkies, aber nicht als BWLer. Das Business-Plan-Ding (ent)nervte uns total.

BP von der Stange?

Die Lösung: Businessplan-Vorlage? Die tummeln sich im www in allen Qualitätsstufen  – von gut bis grottig. Wer nicht gerade mit Backpack in der Welt herumtingelt, kann sich auch gegen einen Obolus einen Gründercoach engagieren, der eine 0815-Businessplan-Vorlage solange auf die Business-Idee zuschneidet bis sie (halbwegs) sitzt. 

BP: Dein Türöffner

Ja und dann? Beherrscht man das Business-Plan-Ding immer noch nicht und bleibt genauso klug wie zuvor. Von nichts kommt nichts. Plus: Spätestens wenn die Gründer ihre Idee und den Businessplan vor Geldgebern präsentieren, fallen Kompetenzlücken auf und gefährden genau das JA, das so dringend benötigt wird. Ohne selbst gestrickten Businessplan hätten wir keine stabile Finanzierung für FUNI aufsetzen können.

Handmade by me

Mach’s selbst. Es ist alles kein Hexenwerk. Erst mal banale Fragen klären: Welche Themenblöcke gehören überhaupt abgefrühstückt? Immer dabei: Einkauf, Absatz, Marketing, Controlling, Finanzierung. In Vorlagen spicken geht völlig in Ordnung. Wichtig ist, sich das Know-How pro Thema selbst anzueignen, das (neue) Wissen gleich anzuwenden und Antworten in eigenen Worten und Zahlen zu Papier zu bringen. 

Spass & Schinderei

Ein Businessplan in Eigenleistung dauert lang, lohnt sich dafür auch länger. Und manches bringt sogar Spaß, z.B. den eigenen Firmennamen brainstormen, Produkte konzipieren oder Designs festklopfen. Durchbeißen muss sich jeder durch den staubtrockenen Zahlenteil (GuV, Liquidität, etc.). Aber hey, all das und mehr gehört irgendwann sowieso zum Daily-Business. Da ist es doch besser, wenn man so früh wie möglich weiß, was man tut.


Übrigens: Wer sich selbst den Businessplan schneidert, bekommt gratis nach Eröffnung ein 1A-Controlling-Instrument an die Hand. Einfach Soll-Zahlen durch Ist-Zahlen ersetzen. Fertig ;)


FUNI SMART ART, Poster, Motiv "Null Bock."
FUNI SMART ART, Poster, Motiv "Null Bock."

Glück ist, wenn das Pech mal Urlaub macht.

Top Ten Baustellen: #2 – Immobilie

Risiko Nr. 1 bei jeder Ladeneröffnung: Die Immobilie. Das liegt an den Suchkriterien: gute Lauflage, bespielbare Fläche und eine faire Miete. 

Ohne Durchlauf im Shop bleibt der notwendige Umsatz aus. Nicht jede beliebige Immobilie eignet sich auch als Ladengeschäft. Nur ein faires Mietverhältnis hält jahrelang.

Kunden laufen erst vorbei und dann rein

Drei Monate haben wir intensiv gesucht bis wir die erste Immobilie für den FUNI SHOP an der Angel hatten. Auch in Berlin-Mitte, aber in der populären, kunstverliebten Auguststraße. Rundum ideal – wie wir dachten.

Das Papier nicht wert

Im Mietvertrag verpflichtete sich der Vermieter dazu die Sanierung beider Etagen bis zum Mietbeginn fertig zu stellen. Im Vertrauen darauf zogen wir privat und geschäftlich zum Mietbeginn ein – in die Baustelle. Katastrophen klopfen vorher nicht an, sie fallen mit der Tür ins Haus. Die zauberhafte Gewerbeeinheit glich bis zuletzt haargenau dem Baustellen-Chaos, das wir anfangs besichtigten. Keine Besserung in Sicht.

EXIT: Nix wie weg

Wir standen beruflich vor dem Aus und privat vor dem Nichts. Was also tun? Uns blieb nur die außerordentliche Kündigung des Mietvertrages durch einen Fachanwalt und der Neustart mit dem ganzen Rattenschwanz an Konsequenzen.

 Im Oktober 2012 zogen wir innerhalb von drei Wochen komplett ein und wieder aus. Und wir mussten auf Schadensersatz klagen. Eigentlich hätten wir für diesen Fall eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen, ganz praktisch setzte selbige vor die Leistung eine dreimonatige Sperrfrist.

Das Glück klopft ...

… auch nicht ;). Am Kündigungstag der Auguststraße flatterte uns ein neues Immobilienangebot ins Postfach – jenes in der Veteranenstraße. Eine Rettungsinsel für das FUNI Konzept in letzter Minute. Dieser Deal ist okay und hält bis heute. 

Ende gut, alles gut?

Und der Gerichtsprozess? Den haben wir nach einem Jahr Gerangel gewonnen. Verloren haben wir dabei auch: Kapital, Nerven und Energie. War es das wert? Ja. So haben wir sehr früh gelernt für unsere Firma zu kämpfen. 


Gewerblicher Versicherungsschutz:

Was soll, muss, kann man versichern? Das ist bei jedem Unternehmen anders. Die IHK bietet auch hier einen ersten Überblick. Als Faustregel gilt: So viel versichern wie nötig, aber nicht mehr. 


FUNI SMART ART, Poster, Motiv "Glück ist."
FUNI SMART ART, Poster, Motiv "Glück ist."

Du hast zwar Recht, aber ich finde meine Meinung besser.                                                                   

Top Ten Baustellen: #1 – FINANZAMT

Stress mit dem Finanzamt will man nicht. Das hat jeder Gründer, Freiberufler und Jungunternehmer verinnerlicht. Ansonsten drohen Insolvenz, Bußgelder, (Haft-)Strafen und andere Späße. Will man eben nicht.

Steuerarten gibt es zuhauf im Dickicht des deutschen Steuersystems. Wir haben uns mit Mühe und Not eine überschaubare Steuerkompetenz in Sachen GmbH angeeignet. Das muss reichen  – auch für diesen Beitrag.

19% (7%)

Von Stunde Null begleitet die Mehrwertsteuer alle unternehmerischen Schritte, weil eine GmbH auf alle verkauften Produkte und Dienstleistungen 19% oder 7% direkt und ohne Umwege an den Fiskus abführen muss.

Mehr als 0,00€ ?

Ist die schwarze Null erst in Sichtweite, könnte auch ein Gewinn im Sinne eines Jahresüberschusses winken (Jahresüberschuss = Erträge - Aufwände). Ist das der Fall bitten Gewerbe- und Körperschaftssteuer zur Kasse. Etwa 25% vom Gewinn werden dann fällig.

Steuer-Bauloch

Prinzipiell wird in Deutschland (halbwegs) fair besteuert, weil der Staat erst die Hand aufhält, wenn das Unternehmen tatsächlich den ersten Gewinn erwirtschaftet hat. 

Wo versteckt sich dann die Baustelle? Der erste Gewinn wird rückwirkend besteuert. Sprich: Die 25% werden erst fällig, wenn das Jahr rum und das Geld gemacht ist. Für das darauf folgende Geschäftsjahr schätzt das Finanzamt den zukünftigen Gewinn und treibt das Geld vorher ein – bevor es auf dem Konto landet.

Zahlenakrobaten an die Front

Das Unternehmen zahlt also für das Jahr I Steuer nach und gleichzeitig für das Jahr II voraus. Wer für diesen Fall keine Rücklagen (Fuck-Up-Kapital) einholen konnte, spielt mit dem Pleitegeier. Die funi GmbH ist gerade dabei diese Baustelle zu überspringen – das gelingt uns nur mit Hilfe des eigenen Fuck-Up-Kapitals. Uff!


FUNI SMART ART, Postkarte, "Die bessere Meinung."
FUNI SMART ART, Postkarte, "Die bessere Meinung."

Ich so: Och, Bitte! Und dann mein Leben so: Nö.

Schon mal in ein Bauloch gefallen? Berlin floriert und in Sachen Baustellen ganz besonders. Wo gestern noch alles gut war, wurde über Nacht ein Loch in die Straße gerissen oder ein Gerüst hochgezogen. Und Bauschutz? Für Passanten und so … Ach was! Wozu denn Bauzäune?

Dem Durchschnittsberliner bleibt so nur das Urvertrauen in die eigenen fünf Sinne, um nicht in den schwarzen Baulöchern der Kreativhochburg zu verschwinden – sei es zu Fuß, per Rad oder motorisiert. Ganz ähnlich verhält es sich mit den Gründerjahren. Baustellen ploppen urplötzlich auf und an den Bauschutz hat irgendwie auch keiner rechtzeitig gedacht …

Und dann alle so:

“Huch! … eine neue Baustelle!” Das passiert uns andauernd. Manchmal haben wir tatsächlich mit Bauzäunen vorgesorgt – oder eben nicht. Gründerportale jeder Couleur schwören Jung-Unternehmer darauf ein, immer auf alles vorbereitet zu sein. 

Nur dumm, dass niemand immer alles im Blick geschweige denn im Griff haben kann. In das ein oder andere Loch muss eben doch gerumpelt werden. Hilft nix!

Die 10 größten Löcher ...

… in die ein Unternehmen ungebremst  rasseln kann – wir stellen Sie nacheinander vor und sagen ehrlich, welche wir vermeiden konnten und welche nicht ;). Der nächste Blog-Beitrag startet direkt mit dem Finanzamt und den lieben Steuern. So viel vorne weg: Dank unserer super Steuerberaterin haben wir das Steuer-Loch, in das wir mit Karacho rumpeln würden, klar vor Augen und üben uns aktuell in Weitsprung.


FUNI SMART ART, Tasse, Motiv: "Nö."
FUNI SMART ART, Tasse, Motiv: "Nö."

Ich kann allem widerstehen, nur der Versuchung nicht.

Der FUNI SHOP vertickt Design-Geschenke, die keiner zum Überleben braucht. Oder doch? Denn gutes Design mit Witz versüßt einfach alles. Auch das Leben. Und was wäre das ohne Lachen? Deshalb stillen über 40 Designer und die Hausmarke FUNI SMART ART seit 2,5 Jahren den Design-Hunger unserer Kunden.

Und die fragen uns immer wieder: Wie findet ihr das alles? Ja, wo und wie finden wir jene kreativen Köpfchen, die sich coole Produkte für Design-Liebhaber ausdenken?

FUNI SHOP, Veteranenstr. 17, 10119 Berlin
FUNI SHOP, Veteranenstr. 17, 10119 Berlin

Vor 2,5 Jahren ...

… haben wir uns in mühevollster Kleinstarbeit durch den Design-Dschungel des digitalen Parallel-Universums (dem www) gekämpft … und die ersten 15 Partner gefunden. 10 davon gehören bis heute zum harten Sortimentskern im FUNI SHOP. Unverrückbar, weil sowohl der Designer als auch das Produkt so fabelhaft sind, dass wir und unsere Kunden keinesfalls NEIN sagen wollen.

Heute ...

… ist FUNI ein fester Name in Berlin und zieht viele Bewerbungen an. Wir freuen uns über jede einzelne und verstehen sie als riesiges Kompliment. Ins Shop-Sortiment schaffen es leider nicht alle, sondern nur Produkte, die ....

  • ... ein cooles Design-Geschenk abgeben, das für jeden erschwinglich ist.
  • ... mit Herz und Hirn erdacht und fair produziert wurden.

Scouten

Zusätzlich besuchen wir (wann immer wir Luft haben) die einschlägigen Kreativ-Märkte und scouten, was das Zeug hält ;). Natürlich recherchieren wir auch noch, was sich so auf den Online-Märkten tummelt. So bleibt der FUNI SHOP das, was er ist, nämlich eine Plattform für Designer jenseits des Mainstream.



Schokolade kann ein Problem nicht lösen. Aber das kann ein Apfel ja auch nicht.

Was kann denn nun Probleme lösen? Du und ich, wir und alle. Jedenfalls müssen wir selbst anpacken, sonst passiert nichts. Ein Problem zu lösen, beginnt mit einer Entscheidung – FÜR etwas und GEGEN etwas anderes. Was so leicht dahin gesagt ist, lässt sich (oft) schwer in die Tat umsetzen.

Wenig verwunderlich. Schließlich steht viel auf dem Spiel. Und es gehört eine ordentliche Portion Mut dazu zu ändern, was stört, belastet oder frustriert. Was also tun? 

FUNI SMART ART, Postkarte, Motiv "Schokoapfel."
FUNI SMART ART, Postkarte, Motiv "Schokoapfel."

Option 1: Exit (Problem absägen)

Manchmal hilft nur der Sprung ins Dunkle, Unbekannte, Nichts. Besonders dann, wenn Leben und Alltag nur noch frusten. Wir hatten so gar keinen Bock mehr auf unsere Agentur-Jobs, dass wir sie 2010 schmissen, 2011 auf Weltreise gingen, 2012 die funi GmbH gründeten und 2013 den FUNI SHOP eröffneten.

Option 2: Engagement (Problem niederringen)

Garantiert einen Versuch wert: Kompromiss finden. Solange diskutieren, experimentieren, versuchen und anpassen bis der Deal für alle Beteiligten funktioniert. Wer sich engagiert, kann viel gewinnen, z.B. gute, stabile Geschäftsbeziehungen in allen wichtigen Bereichen: von Einkauf und Produktion über Verkauf und Vertrieb bis hin zur Buchhaltung. Nach wie vor unsere Lieblingsoption.

Option 3: Loyalität (Problem aussitzen)

Einiges löst sich von selbst in Wohlgefallen auf, Anderes haben wir erst gar nicht in der Hand und müssen trotzdem damit arbeiten. Im Eröffnungsjahr waren wir regelrecht von Baustellen umzingelt, die größte (in Berlin legendär: Baustelle Invalidenstraße.*) neigt sich im August 2015 dem Ende zu. Einfach ausharren, durchhalten, weitermachen.


*wen es interessiert: das Bauprojekt Invalidenstr. aus Sicht der Stadtplanung.



Und so murkst jeder vor sich hin …

Was sonst reibungslos klappt, will gerade jetzt nicht so funktionieren, erst recht nicht planmäßig. Wer kennt das nicht? Gründe? Poah. Vielleicht weil die Sterne schlecht stehen oder der Mond oder gleich das ganze Universum in Schieflage geraten ist?

Manchmal scheint Sand im Getriebe zu sein. Schwierigkeiten bereitet das immer, aber besonders, wenn viele Menschen mit besagtem Sand kämpfen und gleichzeitig daran scheitern, Aufträge wie gewohnt abzuwickeln: nämlich gut, schnell und günstig. In normalen Zeiten lassen sich zwei der drei Merkmale gesichert umsetzen, in stürmischen Zeiten maximal eines bis keines. Drei Beispiele bzw. Opfer des grassierenden Sandsturms ...

Murks im FUNI SHOP

Im FUNI SHOP landete kürzlich eine Lieferung mit Keramik-Spardosen aus der Kreativschmiede eines unserer Lieblingslabels, das sonst für 100% durchdachtes und hochwertiges Design steht. Dumm nur, dass die an sich schicken Dosen vom beauftragten Keramik-Produzenten so verkleckst, verkratzt und vermasselt wurden, dass sie unverkäuflich waren. Also? Alles zurück und ab in die Tonne.

Murks bei FUNI SMART ART

Seit März versuchen wir mit unserer Partner-Druckerei Typo-Magnete aus unserer Schokoladenlinie zu produzieren, die alle scharf, streifenfrei und farbecht sind (und nicht nur 50% der Charge). Status quo: Wir warten gerade ängstlich gespannt auf die nächste Lieferrunde und drücken alle Daumen, dass sich die Druckmaschinen wieder eingegroovt haben.

FUNI SMART ART, Beutel, Motiv "Murksen."
FUNI SMART ART, Beutel, Motiv "Murksen."

Murks bei den FUNIS

Wir haben uns (trotz Sandsturm) dazu durchgerungen unser Online-Shop-System so zu vereinfachen und aufzusetzen, dass auch ein Dritter durchsteigt. Ein neuer Anbieter hatte uns rundum überzeugt. Allerdings hatte es das “idiotensichere” System derart in sich, dass wir Zahlungen verpasst, Bestellungen nicht richtig zuordnen konnten und doppelt verschickt haben. Chaos all over. Das zu beseitigen hat wieder mehrere Nachtschichten erfordert. Und jetzt? Haben wir fertig gemurkst und beherrschen das Chaos. 



Das Geld ist ja nicht weg, es ist nur woanders.

Unternehmer sind gute Übersetzer. Sie übersetzen den wirtschaftlichen Alltag in Zahlen. Warum? Erstens um zu wissen, ob sich die tägliche Rödelei lohnt und zweitens um Kapitalgeber bei Laune zu halten. Wer die Sprache der Mathematik beherrscht, ist hier klar im Vorteil. Worte stinken gegen schwarze Zahlen ab – es sind schlicht die besseren Unternehmensbotschafter.

Jedes Jahr macht uns unsere Bank (zu Recht) Feuer unterm Hintern und verlangt neue Ist-Zahlen (Jahresabschluss und BWAs) und Plan-Zahlen (GuV und Liquiditätsplanung). Zunächst reagieren wir semi-begeistert, weil wir wissen, wie viel Arbeit das verursacht und wie viel Zeit dafür drauf geht. Aber dann stellen wir immer wieder fest, dass sich das ganze Bohei lohnt. 

FUNI SMART ART Kunstdruck mit lustigem Spruch das Geld ist ja nicht weg
FUNI SMART ART Kunstdruck "Geld."

Spricht Klartext: Die BWA

Die IST-Zahlen haben wir von Anfang an in die Hände unsere Steuerberaterin gelegt, die jeden Monat unsere Leistung betriebswirtschaftlich auswertet (die besagte BWA). Was unterm Strich rauskommt, ist scharz oder rot, je nachdem wieviel wir eingenommen und/oder investiert haben. Am Ende eines jeden Jahres fließen alle Zahlen in den finalen Jahresabschluss. 

Was vielleicht sein wird: GuV + Liquidität

Wo SOLL es in den nächsten Jahren hingehen?  In der Gründerphase orakelt man sich diese Zahlen irgendwie hin. Später spielen Vorjahre die Hauptrolle. Zeigt der Daumen hoch oder runter? Das enthüllt die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), die pro Monat auf 3 Fragen antwortet: Wofür gibst Du Geld aus? Womit machst Du Geld? Rechnet sich das? Die Liquiditätsplanung legt zusätzlich offen, ob Du zu jedem Zeitpunkt flüssig genug bist, um alles rundherum zu zahlen.

Macht Arbeit und Sinn.

Die FUNIS müssen regelmäßig Marktteilnahmen vorfinanzieren – zum Beispiel das Tollwood in München. Die größte Herausforderung dabei: flüssig bleiben, denn bis wieder Geld in die Kasse kommt, dauert es oft ein paar Monate. Mit unseren SOLL-Zahlen können wir ziemlich präzise vorhersehen, ob insgesamt genug Kapital vorhanden ist oder ob wir besser losziehen und unsere Bank von einer Finanzspritze überzeugen.  


Tools, Tipps, Tricks und Infos für Gründer und/oder Start-Ups liefert für-gruender.de.



Eine gute Idee erkennt man daran, dass sie geklaut wird.

An guten Ideen mangelt es andauernd, weil es sie nicht vom Himmel regnet. Damit eine Idee populär werden kann, müssen in der Regel auch noch mehrere Leute mit der gleichen Idee arbeiten. Kurzum: Es braucht Wettbewerb.

Nicht umsonst heißt es im kleinen Gründer-Einmaleins: “Hast Du keine Konkurrenz, gibt es auch keinen Markt.” Je mehr Player auf dem Markt mitspielen, umso höher ist die Chance viele Käufer anzusprechen, Umsatz zu generieren und eine eigene Marke zu etablieren.

Eine Frage des Copyrights ...

Wettbewerb spornt an. Probleme bereiten Copycats, Nachmacher und 1:1-Kopierer. Jene Menschen, die 0% Risiko eingehen, aber 100% absahnen wollen. Copycats picken sich die Bestseller-Produkte der etablierten Player heraus, etikettieren sie um und verkaufen sie im Windschatten des Originals (billiger) weiter.

… und eine Frage der Ehre.

Ideen, die funktionieren, stehen natürlich nicht lange allein da, eben weil sie sich gut verkaufen. Auch Wettbewerber fackeln nicht lange, sondern reagieren. Es gibt eine gute Idee? Fantastisch, machen wir was daraus! Sie spielen mit der Idee solange Ping-Pong bis sie konkurrenzfähige Alternativen auf den Markt werfen können – aber eben keine Kopien.

Wehren statt weinen

Kopiert wird immer und überall, quer durch alle Branchen, Produkte und Dienstleistungen. Weil das so unschön und obendrein wettbewerbsverzerrend sein kann – Copycats sparen sich den Entwicklungsprozess (das Ping-Pong) – hat der Gesetzgeber mit den gewerblichen Schutzrechten vorgesorgt.  Ein Satz an Tools, die jedem zur Verfügung stehen, um sich gegen Copycats zu wehren. Auch wir haben in unserer zweijährigen Firmenhistorie geschlagene zwei Prozesse führen müssen, einen davon zum Thema Copycat. Wir mussten lernen, dass nur wer kämpft, gewinnen kann. Und können heute sagen: "Nur Mut! Das wird schon."


FUNI SMART ART, Postkarten-Set mit 10 Typokarten, Himbeer-Türkis
FUNI SMART ART, Postkarten-Set mit 10 Typokarten, Himbeer-Türkis

Image is alles, sagte der Schlumpf und schlumpfte weiter.*

Was haben Schlümpfe mit Image zu tun? Jede Menge. Der kollektive Aufschrei wäre riesig, würde Muskelprotz “Hefti" Schlumpf plötzlich zum Weichei oder gar Miesepeter “Muffi” Schlumpf zum Sonnenscheinchen mutieren.

Was ist jetzt eigentlich Image? Wird frei definiert als Gesamteindruck, den eine Mehrzahl von jemandem oder etwas hat. Image verantwortlich sind also wir selbst UND die Anderen. Vorurteilsfrei oder zumindest klischeearm wird hier nicht gearbeitet. Das führt ganz gerne zu aberwitzigen Problem(chen), mit denen vorher niemand rechnet – ganz besonders nicht Jung-Unternehmer.

Camouflage vs. competence

Die FUNIS bestehen im Kern aus zwei jungen Gründerinnen, die frisch von einer Weltreise zurück, den Schritt in die kreative Selbständigkeit gewagt haben. In den Augen der ANDEREN erscheint das als Jux und Tollerei, in den EIGENEN Augen als knallhartes Business. Schließlich leben wir davon. Darum wirkt es so skuril, wenn uns Leute ins Haus flattern, die erst mal den Chef sprechen wollen, essbare "karmafreie" Energiebälle (?) verticken oder ein Laden-Remake nach Feng-Shui (?) verkaufen wollen. Das NEIN akzeptieren sie erst, wenn klargestellt ist, dass sie tatsächlich mit dem Chef sprechen.

Image is alles?

Wir sehen wohl einfach nicht chefmäßig genug aus: Alter, Geschlecht, Laune, Klamotten – deutet alles auf die Hilfskraft ;) Für Business-Beziehungen erweist sich die Formel “mehr Schein als Sein” als ausgesprochen hilfreich und sattelfest. Jung-Unternehmer jagen andauernd Lösungen: flüssiges Kapital, stabile Verträge, neue Produkte. Für diese (und andere Fälle) gilt tatsächlich: “Image ist alles.” 

Sprich: Anzug oder Kostümchen rauskramen, Kriegsbemalung auflegen, Zahlen polieren und Fach-Chinesisch einüben. Dem Gegenüber Kompetenz suggerieren hilft manchmal mehr als tatsächlich kompetent sein. #Isso

Add-Ons:

Nachhilfe bei den Bewohnern von Schlumpfhausen? Gerne!

Ja nun, wie is das jetzt genau mit dem Image? Mama Wikipedia hilft weiter.

 

FUNI TASSE, Motiv "Wunschkonzert."
FUNI TASSE, Motiv "Wunschkonzert."

* Übrigens: Die Headline ist ein O-Ton unserer Ex-Agentur-Kollegin Chris. 

 

(?) Wir wissen bis heute nicht genau, was das eigentlich sein soll ;)



When Nothing goes right, Go left.

Messias, Genie, Spinner, Despot, Idol – von Steve Jobs (1955 - 2011) kann man grundsätzlich halten was man will. Unstrittig bleibt: Der Apple-Visionär hat konsequent sein Ding durchgezogen. Sympathisch? Nicht unbedingt. Inspirierend? Ganz unbedingt!

Jobs wusste genau, wer er war, was er wollte und was er konnte. Und er hatte defintiv keine Lust jemand anderes zu sein. Ganz ehrlich, wer kann das schon von sich behaupten?

“Why join the navy if you can be a pirate?”* (S. Jobs)

Sicher, das planbare Leben führt uns in Versuchung, verlockt und verleitet zu Bequemlichkeit. Wenn wir unser Leben lang die Erwartungen anderer erfüllen, minimieren wir das Risiko anzuecken, “Fehler” zu machen oder gar zu scheitern.

“If you live each day as if it was your last, someday you’ll most certainly be right.”* (S. Jobs)

Unsere Lebensläufe erinnern deshalb an To-Do-Listen: Abi, Uni, Abschluss,Trainee, Junior, Senior, Head of … Heiraten, Familie gründen, Baum pflanzen, Haus bauen. So richtig falsch ist das nie, aber so richtig richtig? Das kommt ganz darauf an. Nämlich darauf was wir selbst wollen.

If you don’t try, you’ll never know ...

Ist das unser Leben? Ja? Super. Nein? Nicht so super. Es ist nie zu spät herauszufinden, wo die eigene Reise hingehen soll. Sobald Klarheit herrscht, einfach mal machen. Mehr als schief gehen, kann es nicht. Und so schlimm wäre das doch auch wieder nicht, oder? Jobs ist auch mehr als ein Mal auf die Schnauze gefallen.

Zitate, Buzzwords und Verlautbarungen des Apple-Gründers Steve Jobs, gibt's natürlich im www zuhauf ;)

FUNI SMART ART Magnet, Motiv "Go Left."
FUNI SMART ART Magnet, Motiv "Go Left."


Ich lebe in meiner eigenen Welt. Aber das ist okay. Man kennt mich dort.

Die Glücksmädchen hatten uns noch 2014 ein Blogstöckchen zugeworfen, das wir nun (endlich) dafür aber sehr gerne beantworten. Blogstöckchen? Ein Blogstöckchen ist nichts anderes als der gute alte Kettenbrief im digitalen Gewand – von Bloggern für Blogger. Ideen, Stories und Infos werden so in der Szene diskutiert, weitergereicht und verbreitet. Dieses Blogstöckchen beschäftigt sich mit dem Thema: Warum bloggen wir?

Ja, warum eigentlich? Mit dem Launch von funi-smart-art.com ging auch unser Blog online. Unsere Spruch-Kollektion hilft uns über kniffelige Situationen im Alltag hinweg. Shit happens. Aber ob wir darüber lachen oder weinen, entscheiden wir oft selbst. Wir optieren immernoch für den Lachkrampf und das wollen wir unseren Lesern schmackhaft machen.

Woher kam die Idee für den 1. Blog-Beitrag?

FUNI ist ein Start-Up, ein laufendes Experiment, ein Tagebuch der ersten Male, eine Geschichte mit Erfolgen und Misserfolgen bis hin zu totalen Fuck-Ups. Der Blog ermöglicht es uns klipp und klar zu kommunizieren, dass es bei uns menschelt und das nicht zu knapp ;).

Stichwort Texte. Wo entstehen sie? Korrigiert sie jemand?

Wir texten frei Schnauze, aus dem Stand, irgendwo (an der Theke, im Office, zwischen Poster printen und Schaufenster dekorieren) … und ohne Regelwerk.

Wo steht der Blog im Social-Media-Plan?

Der Blog liefert Background-Stories zum Design-Label FUNI SMART ART und zu uns als Start-Up. Über Facebook & Co. posten wir (brand)aktuelle News zu unserem Label und zu unserem Showroom in Berlin, dem FUNI SHOP.

Zukunftspläne? Wo steht der Blog in 5 Jahren?

Wir arbeiten gerade an einer Erweiterung des Blogs. Wir sind absolute Design-Junkies und arbeiten im FUNI SHOP seit 2 Jahren erfolgreich mit über 30 spannenden Designern zusammen. Da passiert viel. Und wo viel passiert, lässt sich viel erzählen. Mehr dazu gibt es ganz bald auf funi-berlin.de.

Weil ein Blogstöckchen weitergereicht werden will, sagen wir Merci an die Glücksmädchen fürs Zuwerfen und klopfen mal bei einer unserer Lieblings-Berlin-Fotografinnen Stefanie Bley an: Sag mal, Steffi ...?

Unsere Blog Add-On's:

Wie die beiden Glücksmädchen die Fragen beantwortet haben, lässt sich in ihrem schönen Blog, randvoll mit witzigen DIY-Ideen, nachlesen. Wer Berlin und/oder Fotografie liebt, schaut am besten mal bei Steffi rein ;)

FUNI SMART ART Beutel, Motiv "Meine Welt."
FUNI SMART ART Beutel, Motiv "Meine Welt."


Sobald man beginnt seinem Passbild ähnlich zu sehen, sollte man dringend Urlaub machen.

Manchmal mutieren wir zum Hamster und unser Leben zum Hamsterrad. Egal welchen Beruf und Lebensstil wir gewählt haben, stressige Zeiten gehören dazu. Wenn sich der Stress richtig schön breit macht, schalten wir auf Autopilot – Augen zu und durch. Es hilft ja eh nichts, oder?

Laut Pierre Bourdieu* ist der Mensch in Dreiviertel seiner Handlungen ein Automat*. Das müssen wir sein. Es erlaubt es uns, die täglichen “To Does” und Aufgaben des Alltags zu erledigen ohne weiter darüber nachzudenken. Jeder Handgriff sitzt dank hundertfacher Wiederholung. In stressigen Zeiten hilft uns unser eingebauter Automat dabei, Leistungen wie gewohnt abzurufen. Auch und gerade wenn alles doppelt so schnell gehen muss.

Ruhe und Überblick bewahren ...

… ist trotzdem superwichtig und eine Kunst. Vor lauter "schnell-schnell" passieren dumme Fehler oder Arbeitsunfälle. Beispiel aus dem FUNI SHOP: Beim eben mal zwischendurch ein Poster rahmen, hat sich eine der FUNIS so fies in die Hand geschnitten, dass sie in der Notaufnahme genäht werden musste. Die Hand ist jetzt wieder heile, aber seitdem rahmen alle FUNIS jedes einzelne Poster in aller Seelenruhe ;).

Zeit freischaufeln

Stress hinterlässt nicht immer Narben, aber Spuren. Augenringe, graue Haare, Sorgenfalten und 24/7-Müdigkeit zählen zu den gängigen Nebenwirkungen. Höchste Zeit neue Energie zu tanken. Wie? Völlig wurst. Ob auf Balkonien, der Yoga-Matte, der Ski-Piste oder der Südsee-Insel. Hauptsache es kehrt wieder Ruhe ein, die Seele baumelt und die Lachfalten vermehren sich.

FUNI SMART ART XL-Poster, Motiv "Sommertraum."
FUNI SMART ART XL-Poster, Motiv "Sommertraum."

Wir melden uns hiermit erst mal ab, aber nicht ohne Euch Danke zu sagen für ein tolles Jahr 2014!

Wir wünschen euch allen ein tolles Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Vom 24.12.2014 bis einschließlich 22.01.2015 sind unsere Online-Shops geschlossen. Danach machen wir uns aufgetankt wieder an die Arbeit. Eure Fragen, Bestellungen und Wünsche bearbeiten wir ab dem 23.01.2015 wieder und zwar sehr gerne ;).


*aus:Pierre Bourdieu, “Die feinen Unterschiede” (1982), S. 740




Weihnachten kommt jedes Jahr so plötzlich. O-:

Spätestens am 1. Advent beginnt der wohl berühmteste Countdown der Welt: nur noch wenige Wochen bis Weihnachten. Geschenke müssen schnellstmöglich her – am besten gestern. Das Stresslevel steigt, weil die zündende Idee – wie jedes Jahr – auf sich warten lässt. Was soll man denn nur schenken?

Familie, Freunde, Kollegen, Wichtelkreise und Packerl-Tauschabende wollen irgendwie mit Weihnachtsgeschenken ausgestattet werden. Da kommt ganz schön was zusammen. Problem: Keiner braucht was (weil jeder schon alles hat), alle wünschen sich aber eine Überraschung. Und jetzt? Reine Typ-Frage ...

Typ 1: Der frühe Vogel …

… fängt den Wurm. Jene Geschenk-Jäger unter uns vermeiden das Problem, bevor es aufschlägt. Sie kaufen ihre Geschenke das ganze Jahr über und zwar immer dann, wenn sie etwas in den Läden und Online-Shops ihres Vertrauens ergattern, was zum Beschenkten passt. Das Talent besitzen allerdings nur die wenigsten unter uns.

Typ 2: Klug geplant …

… ist halb gewonnen. Die Strategen unter uns führen eine Liste mit Geschenkideen (sei es nur im Kopf oder tatsächlich schwarz auf weiß) und klappern diese Liste konsequent ab, wenn es Zeit dafür wird. Für Weihnachten bedeutet das Anfang Dezember wird bestellt und eingekauft, was das Zeug hält. Die Chance dieses Level zu erreichen steigt mit gemachten Weihnachtserfahrungen.

Typ 3: Die Sause steigt …

… am 24.12. und nicht vorher. Geschenke liegen auch erst dann unterm Weihnachtsbaum. Besorgt werden sie folglich just-in-time, so um den 23.12 herum. Da Online-Käufe komplett flach fallen, klappern unsere Last-Minute-Shopper die Läden der Umgebung ab. Doch auch sie schaffen es jedes Jahr nicht mit leeren Händen dazustehen. Ende gut, alles gut. Bis zum nächsten Jahr ;)

FUNI für alle 3 Typen

Auf funi-smart-art.com, dawanda.de, notonthehighstreet.de und hierbeidir.de reißen wir uns alle Beine aus, damit die Bestellungen rechtzeitig bei euch ankommen. Unsere Versandpartner schieben auch gerade Extra-Schichten. Der Berliner FUNI SHOP in der Veteranenstr. 17 in Mitte ist bis einschließlich 23.12 geöffnet und zwar zu folgenden Zeiten: MO 13 bis 20 Uhr | DI bis SA 10 bis 20 Uhr | SO 13 bis 18 Uhr

FUNI SMART ART Tasse, Motiv "Abwarten"
Abwarten und Tee trinken ist immer noch eine der besten Zwischenlösungen ;)


Ich bin nicht eingebildet. Es gibt mich wirklich.

Der FUNI SHOP in der Veteranenstr. 17, Berlin (Mitte).
Der FUNI SHOP in der Veteranenstr. 17, Berlin (Mitte).

… und weil das so ist, ploppen überall Online-Shops und Portale mit individualisierten Produkten auf: die "my.coms." Kein Müsli von der Stange? Na dann mix es selbst mit my … ? Genau, .... muesli.de

Was für Müsli 1A klappt, funktioniert auch gut für andere Produkte. Beispiele: 5cups.de lässt seine Kunden eigene Teemischungen kreieren, mybeanery.de verspricht individuellen Kaffeegenuss. Myparfum.de leitet den Kunden durch eine Reihe von Düften von “pudrig” bis “fruchtig” und endet beim individualisierten Flakon. Bei caseable.com finden Smartphones, Tablets und Notebooks ihr ureigenes Schutzmäntelchen.

Grenzenlose Vielfalt

Die Online-Welt ist für das Customizing-Modell wie geschaffen. Gelagert werden nur die Rohstoffe und Zutaten zum Individualglück, den Rest bestimmt der Kunde – ganz nach eigenem Gusto und Bedarf. Der Einzelhandel kann diese Vielfalt an einzigartigen Kombinationen nicht so leicht abbilden – im Zweifelsfall reichen die Quadratmeter nicht aus.

Besondere Fundstücke

Den klassische Laden um die Ecke zeichnen dafür Auswahl und Zusammenstellung aus. Der Inhaber mimt hier den Kurator für seine Produkte. 

Schnödes Shopping wird zum Erlebnis. Der Kunde profitiert von persönlicher Beratung, kann stöbern, sich inspirieren lassen und was gefällt gleich mitnehmen. Ohne Versandkosten, ohne eigene Zuarbeit.

Doppelt hält besser

Lädchen von kreativen Machern bezaubern durch ihr ganz eigenes Flair. Trotzdem wird der Einzelhandel seit Beginn des Online-Versandhandels genauso ausgezählt wie Print. Und genau wie im Fall des gedruckten Wortes hält sich der Totgesagte hartnäckig. Warum sollte auch eine ganze Branche sterben, wenn online und offline sich im Prinzip ergänzen? Beides kann für sich allein schon gut laufen. Stabiler stehen lässt es sich bekanntlich auf zwei Beinen.

In eigener Sache

Die funis haben sich für beide Welten entschieden, online und offline. Mit dem Berliner FUNI SHOP stehen wir mit einem Bein im Kreativ-Einzelhandel, mit dem anderen und FUNI SMART ART beackern wir diverse Online-Felder – samt Customizing-Angeboten, z.B. bei den Supersize-Postern mit FUNI-Farbwahl.


FUNI SMART ART XL- und XXL-Poster mit fantastischen Farben wir z.B. "blaue Banane" ;)

Mehr zum FUNI SHOP? Wer nicht vorbeischaun kann, darf auf funi-berlin.de schon mal gucken. 



Um was zu gelten, müssen sich die Nullen immer schön rechts einordnen.

Die Kreativwirtschaft boomt!, wusste der Berliner Senat in seinem jüngsten Wirtschaftsbericht zu verlautbaren. Das ist alle mal ein Grund, ein Bierfass anzustechen und ordentlich zu feiern. Schließlich kämpfen Kreative seit gefühlten Jahrhunderten gegen das Klischee “Brotlose Kunst” an. Und jetzt alle so: Ha, denkste.

Rund 10 Prozent des Gesamtumsatzes der Berliner Wirtschaft verantworten Kreative. Das allein ist schon eine Hausnummer. Es wird aber noch besser. Designer (gedacht als eigener Mini-Wirtschaftszweig) haben zwischen 2009 und 2013 ein Umsatzsteigerung von 50 Prozent hingelegt – plus 1,1 Mrd. Euro. Jobs entstanden auch zuhauf, in der sozialversicherungspflichtigen Variante satte plus 44 Prozent.

Von wegen brotlos

Vom Stigma “brotlose Kunst” dürfen sich – zumindest in Berlin – folgende Wirtschaftszweigchen erhobenen Hauptes lösen: Games, Design, Buch, Darstellende Kunst, Kunst, Musik, Film, Architektur und Presse. Auch der Kreativwirtschaft zugeordnet, aber auf dem eher absteigenden Ast, die Werbebranche. Sie musste ein Umsatz-Minus von 5,4 Prozent verknuspern.

Von Ideen leben …

… klappt manchmal eben doch. Berlin lebt gut von seinem Ruf als Ideenschmiede und Kreativ-Brutstätte. Nirgendwo sonst siedeln sich Frischlinge und Start-Ups lieber an, um ihre Idee zu starten und dann (vielleicht) auch mit Umsatzzahlen durchzustarten. Die Zeichen dafür stehen hier gut. Und mit dem berühmten Quäntchen Glück ... wer weiß?

Kunstdruck "Phantasie" von FUNI SMART ART
Ideen und Phantasie braucht's! Kunstdruck "Phantasie" von FUNI SMART ART


Ich so: Och, bitte! Und dann mein Leben so: Nö.

2012 fingen viele Nachrichten-Meldungen mit dem Satz an: “Es steht in jedem Berlin-Reiseführer und doch wird es Ende des Jahres zwangsgeräumt.” Gemeint war das Tacheles.

Die meisten Augen dürften getränt, die wenigsten gelacht haben. Schließlich war das Tacheles ein Symbol für Berlin als Kunst-und Kultur-Metropole Europas. Doch auch das kultigste Zentrum muss weichen, wenn Grund und Boden im Wert steigen und dank A-Lage zum "mords" lukrativen Investment werden. Sogar das Tacheles.

Tacheles ja, nur woanders

Konzept und Macher mussten in der Folge schlussendlich (nach langem Widerstand) ihre sieben Sachen packen und umziehen. Nach Marzahn. Eben jenen Berliner Randbezirk verkörpert aktuell die Comedian “Cindy aus Marzahn”. So richtig szenig-mittig ist das nicht mehr und den Kunst-Sexappeal muss man sich auch irgendwie mitdenken.

In Zukunft saniert und gentrifiziert

Und das Gebäude? Das Kunsthaus in der Oranienburger Straße ging dieses Jahr für runde 150 Millionen Euro über den Ladentisch. Erworben hat es der US-Investor Perella Weinberg Partners. Laut Bebauungsplan soll auf dem Gelände eine Mischung aus Büros, Wohnungen, Einzelhandel und Hotels entstehen – wer hätte das gedacht. Gleichzeitig soll das ehemalige Tacheles-Haus aber weiterhin als Location für Kunst- und Kulturevents genutzt werden können. Isses es nicht paradox?


Das Tacheles wie es mal war ....
Das Tacheles wie es mal war ....

Come to the dark side. We’ve got chocolate.

Ausbleibender Erfolg führt zu Unmut, überbordender Erfolg zu Übermut. Unmut kehrt unsere dunkelsten Seiten hervor, die in Verzweiflungstaten münden. Übermut hingegen lässt uns so hoch fliegen, dass ein ebenso tiefer Fall droht. Beides wird in der US-Serie Breaking Bad thematisiert. Gretchenfrage: Sind wir nicht alle ein bisschen Heisenberg?

FUNI SMART ART Minibild, Motiv "Seitenwechsel."
FUNI SMART ART Minibild, Motiv "Seitenwechsel."

Jeder baut mal Mist. Die Standard-Entschuldigung lautet dafür immer noch: Ich war jung und brauchte das Geld. Das gilt für uns alle bis wir erwachsen werden. Sobald wir dann der Gier anheim fallen oder aber die eigene Haut retten wollen, treffen wir ganz gerne mal – sagen wir – prekäre Entscheidungen à la Walter White.

Crystal clear?

Walter White alias Heisenberg stellt nach seiner Krebsdiagnose in der AMC-Serie Breaking Bad eine einfache Rechnung auf. Wenn er sich und seine Familie finanziell absichern will, reicht dazu seine verbleibende Lebenszeit in Kombination mit seinem Gehalt als Chemie-Lehrer nicht aus. Der Unmut wächst.

Irr(e)witzig

Er trifft eine interessante Entscheidung, die das Problem zunächst durchaus löst. Er bleibt der Chemie treu, wechselt aber auf die dunkle Seite und kocht mit seinem Ex-Schüler Jesse Pinkman die Droge Crystal Meth und das auf Premium-Niveau. Das “blaue” Gold katapultiert Heisenberg schlagartig in den Olymp des Erfolgs. Wer die Serie verfolgt hat, weiß: Alles, aber wirklich alles, wird dadurch immer schlimmer – bis zum freien Fall.

Nah dran

Und was hat das jetzt alles mit Start-Ups zu tun? Erstaunlicherweise jede Menge. Ok, Start-Ups verticken in aller Regel keine Drogen. Aber was uns allen blühen kann, sind Entscheidungen, die zu falschen Hochrechungen verleiten. Die Liste an Start-Ups, die sich verkalkuliert haben, erscheint endlos.

Auf Teufel komm raus

Typisch: Ein Start-Up investiert Geld – richtig viel Geld – in Fernsehwerbung, um sein Angebot zu promoten und verzeichnet damit geldwerten Erfolg. Was wird es tun? Es investiert noch mehr Geld in Fernsehspots, um den gemessenen Erfolg zu potenzieren. Wenn jetzt aber das Unternehmen nicht halten kann, was es im TV verspricht (z.B. das richtige Produkt zur richtigen Zeit an die richtige Person zu liefern), geht alles schief. Oder aber: Mehr Werbung bringt nicht zwingend mehr Aufträge, gezahlt werden muss aber trotzdem. Im Worst-Case droht dann das Insolvenzverfahren, was übersetzt bedeutet: Over and Out.



Für das große Chaos hab ich meinen Computer. Die restlichen Fehler? Mach ich noch selber. 

Es geht nicht problemlos mit, ohne geht’s aber auch nicht. Die Rede ist (natürlich) vom Computer. Die Kiste zum Laufen zu bringen, kann in Schwerstarbeit ausarten, die Kiste am Laufen zu halten ganz sicher.

Ladebalken, die auf halber Strecke einfrieren oder Regenbogen-Rädchen, die sich drehen und drehen und drehen bis hin zum totalen Aus, Shut-Down, Crash. F***! Wer jetzt die Beherrschung verliert und das geliebt-gehasste Objekt ganz oder teilweise zerstört, genießt zumeist vollstes Verständnis. Hand auf Herz: Wollten wir das nicht alle schon mal?

Don’t mess with the SysAdmins

Davon abgehalten haben uns auf der Arbeit zwei Umstände: 1. Der Computer gehört uns nicht und 2. der System-Administrator. Jener Wieder-Heile-Macher würde uns schlachten, würden wir mehr demolieren als sowieso schon kaputt ist.

Error 503 oder so ...

Zuhause müssen wir selbst ran. Auf einem Zweit-Gerät googeln bis die Finger rauchen, wie der Fehler beim Erst-Gerät heißt und wie das Problem zu beheben ist. Kein Erfolg? Dann geduldig durch die Warteschleifen der Hotlines quälen oder gleich die Waffen strecken und an den Reparatur-Service des Vertrauens delegieren.

STRG+S | Apfel+S

So oder so, Spaß sieht anders aus. Trotzdem nicht die Nerven verlieren und dem absoluten Supergau vorbeugen, der da heißt “totaler Datenverlust.” Raucht der Computer ab, sollen zumindest die Daten überleben. Also fleißig auf einem Home-Server, in der Cloud, auf externen Festplatten oder sonstwie speichern. Dann geht das Leben auch irgendwie weiter … ;)


Durchaus witzige Fehlermeldungen recherchierte Computerwoche.

Der ausflippende Bürohengst ist immer noch ein  YouTube-Klassiker.

Kunstdruck mit lustigem Spruch Times were so much easier ...
FUNI SMART ART Kunstdruck "Obst."


Ideen sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Warum sonst sollten wir sie jagen ...

Ein gewiefter Künstler schaffte es mit seinem Werk “100 Stunden angestarrt”* direkt in eine Ausstellung der Münchner Pinakothek der Moderne. Zu sehen war nichts anderes als ein jungfräuliches, schneeweißes Blatt Papier, Format DIN A4, schön gerahmt und platziert. Ist das Kunst? Kann sein. Ist das eine brillante Idee? Mit Sicherheit.

Zunächst mutet es mehr als billig an. Ein handelsübliches Blatt Papier packen, zum fertigen Kunstwerk erklären und darunter schreiben “100 Stunden angestarrt.” Auf der anderen Seite: Auf die Idee muss man auch erst mal kommen.

Im Nirwana der Ideenlosigkeit

Das Gefühl, das den Künstler wohl zum Kunstwerk inspiriert hat, kennen wir alle nur zu gut. Kaum müssen wir selbst etwas zu Papier bringen – eine Lösung, Strategie, Meinung, Idee – will uns nichts einfallen. In unseren Köpfen tost der große “No-Idea-(Brain)Storm,” je nach Zeitdruck zwischen 6 (starker Wind) und 12 (Orkanstärke) auf der Beaufortskala. Wir fühlen uns leer wie das weiße Blatt Papier vor uns.

Techniken, die Ideen hervorzaubern …

… gibt es bis heute leider nicht. Wir müssen nach wie vor ausweichen auf Helfer-Strategien aus dem Hause Kreativität, die zwar alle anders heißen, aber im Prinzip dasselbe aussagen: Das Problem solange aus allen möglichen Perspektiven angehen, bis der Geistesblitz einschlägt. Ob mit Kopfstand, Purzelbaum oder Topf schlagen. Es ist alles erlaubt, weil tatsächlich alles den Knoten platzen lassen kann.


eine freie Interpretation & Hommage an "100 Stunden angestarrt."
eine freie Interpretation & Hommage an "100 Stunden angestarrt."

*Anmerkung der Redaktion: Weder an den Künstler noch an den genauen Titel des Werkes oder das Jahr, konnten wir uns erinnern. Dafür umso besser an die Idee ;)

 

Mama Wikipedias Beitrag zum Thema Kreativitätstechniken.


Nachdenken ist wie googlen. Nur krasser.

Müssen wir wirklich alles wissen? Oder reicht es, die Pointe zu verstehen. Entweder wir lernen das Buch auswendig oder wir merken uns nur die “Moral von der Geschichte” plus das Wissen, wo die ganze Geschichte in der Not nachzulesen ist.

Wissen ist Macht ...

Unsere ganze Schul-, Uni-  und Ausbildungszeit waren wir mit Lehrern konfrontiert, die uns für unser Wissen belohnt oder bestraft haben: 1 für Wissen, 6 für Nichtwissen. Das Verstehen hatte da irgendwie keinen richtigen Platz, interessierte nicht sonderlich.

… nichts wissen macht aber auch nichts.

Anders im Berufsleben: Theoretisch zu wissen wie es geht, liefert nicht unbedingt verwertbare Ergebnisse. Was wir vorher gelernt haben, müssen wir auch zielorientiert anwenden können. Das wiederum können wir nur, wenn wir wirklich verstanden haben, wie es läuft.

Nur zu helfen, muss man sich wissen.

Aus Fehlern lernt man bekanntlich am besten. Nichts geht über das gute alte Trial-and-Error-Prinzip. Nach einem Fehler merken wir, dass es einer war (Wissen) und wir passen unsere zukünftigen Entscheidungen so an, dass wir diesen Fehler vermeiden (Verstehen). Bis zum nächsten Fehler ;).

Magnet mit lustigem Spruch Nachdenken ist wie googeln nur krasser
FUNI SMART ART Magnet "Nachdenken"


Ich glaube ja nicht, dass sich dieses “Internet” durchsetzt.

Angela Merkel schien das auch noch nicht so richtig glauben zu wollen: “Das Internet ist für uns alle Neuland”, verlautbarte sie letztes Jahr anlässlich einer Pressekonferenz zum Besuch Barack Obamas. Schmunzeln erlaubt? Natürlich ;). Vielleicht hat unsere Bundeskanzlerin aber auch nur ein Herz für Print?

Print ist out. Mindestens das, wenn nicht gleich tot. Ginge es nach den Online-Hardlinern, zimmert das Internet seit seinen Anfängen am Sarg des gedruckten Wortes. Nur, wie heißt es so schön? Totgesagte leben länger. Eben auch Print. Wir wissen das. Nicht umsonst bildet “Gedrucktes zum Anfassen” den Kern des gesamten Labels FUNI SMART ART. Wir finden, Print rockt nach wie vor. Nur eben nicht mehr solo und alternativlos.

Informationen als Give-Aways

Punkten kann das www mit seiner Fülle an Information: jederzeit verfügbar, immer abrufbar, schnell aktualisierbar. Da loost Print ganz klar ab. Online-Magazine, Blogs, Nachrichtendienste, etc. versorgen Alle mit Allem, und das meist auch noch für umme. Viele Tageszeitungen, Magazine und überhaupt Verlage heulen nicht umsonst Rotz und Wasser, wenn es um ihre Absatzzahlen geht.

Unnachahmlich gefühlsecht

Andere überwinden den Print-Blues und setzen auf Merkmale, die das Internet nicht nachahmen kann. Mal ehrlich, gibt es etwas Schöneres als ein druckfrisches Buch? Einen 500-Seiten-Wälzer Seite für Seite zu lesen, das Papier zu fühlen, den Geruch einzuatmen, dürfte mehr Glückshormone ausschütten als jedes E-Book. Menschen entscheiden sich auch heute noch gerne für Print, wenn es das Produkt wert ist. Und das bedeutet mehr Mühe für die Macher, in Sachen Layout, Inhalt, Text, Druck, etc. Das schadet der Branche nicht, im Gegenteil: Es macht sie besser.

"Mach das Beste daraus" lautet die Losung für das FUNI SMART ART Minibild, Motiv "Regentanz."
"Mach das Beste daraus" lautet die Losung für das FUNI SMART ART Minibild, Motiv "Regentanz."

Richtig cooles Printzeug, eine total subjektive Auswahl:

  • Das Print-Label und FUNI Partner CatsOnAppleTrees
  • Die Print-Designerin und FUNI-Partnerin lomyli.
  • Ein "Best Practice" für alles mögliche: das Magazin "Brand Eins."


Das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke.

Das Statement dürfte so oder so ähnlich jeder schon mal vom Stapel gelassen haben, der kreativ tätig war. Sei es als Designer, Texter oder sonstwie. Der Satz versteht sich als letzte Warnung: “Wenn Du jetzt noch ein Pixel schiebst, noch extremer auf Zeile textest, noch mehr Nonsens einhängst, ist ALLES für die Tonne.” Dann steht das gesamte Konzept vor dem Kollaps. Nur, wann ist etwas fertig? Gar gut? Eine Spurensuche.

Alles beginnt mit einem Geistesblitz, einer Idee. Die Idee wird in ein Konzept gegossen. Das wiederum geht raus an die Entscheider und erhält idealerweise das “Go” – also ab damit in die Produktion. Dann wird es gefährlich. Gefährlich deshalb, weil jetzt verschiedene Vorstellungen aufeinander prallen. Jeder gibt seinen Senf dazu, will seine Wünsche verwirklichen, seine Vorstellungen durchsetzen. Mieses “Jeder-darf-mal-Design” droht.

Was Du vorne mit Hirn aufbaust, reißt Du hinten mit dem Arsch wieder ein

Das will zwar keiner, doch solche Ver(w)irrungen passieren. Was also tun? Bloß nicht weitermurksen. Es wird meist nur schlimmer. Die Alternative: 10 Schritte zurückgehen. Der kleinste gemeinsame Nenner ist das Konzept. Gut wird die Umsetzung dann, wenn sich alle Beteiligten am Konzept orientieren und in ihrem Bereich (Design, Text, etc.) ihre Arbeit machen.

Perfekt bedeutet: “gemacht”, nicht unbedingt “fehlerfrei”

Wenn die Deadline ausläuft, heißt es abliefern. Jetzt Scheuklappen ablegen und Ressortegoismen ausblenden. Denn: Das Produkt braucht den letzten Feinschliff.

Alles muss zusammenpassen, Hand in Hand gehen. Der Trick besteht nun darin zu wissen, wann genug gehobelt wurde. Im Zweifelsfall ist das Produkt eben fertig, wenn die Zeit um ist. Irgendwann is Schicht im Schacht.

Ugliness does not sell*

“Hässlich” verkauft nicht, “hübsch” dafür umso besser. Verantwortlich dafür bleibt das Design. Mindestens das muss also rocken. Das gilt besonders für Design-Produkte, aber eben nicht nur. 


 Mehr zum Thema Design?

10 Thesen zu gutem Produktdesign (nach Dieter Rams)

 

*Zitat von Raymond Loewy, Designer


Leinwandbild Das kannste schon so machen, aber dann isses halt kacke
FUNI SMART ART Leinwandbild "Suboptimal."

Ich bin immer müde. Außer wenn ich schlafe, dann geht’s.

“Schlafen kann ich, wenn ich tot bin” oder doch: “Schlafen ist mein vollwertiges Hobby”? Leichter arbeiten lässt es sich sicher ausgeschlafen. Trotzdem: Wer müde ist, muss sich nicht unbedingt so fühlen oder gar schlechter arbeiten. Paradox? Jein. Eher eine Frage der Einstellung.

Tasse mit lustigem Spruch ich bin immer müde
FUNI SMART ART Tasse "Immer müde."

“Don’t spend every night at Berghain”

Der Gründer von somewhere.com, Duncan Gough, weiß, wovon er spricht. Berliner Tech Start-Ups (das sind die mit den Apps und den dot-coms) verbringen bis zu 60% ihrer Zeit in der Club-Szene – die hippsten der “Hippster” im Berghain, der Rest woanders. Sie nennen das nicht Party oder feiern, sondern netzwerken. Frei nach der Formel: wegggehen = netzwerken = arbeiten. Geschlafen wird irgendwann, nur eben nicht jetzt.

Aber ins Berghain kommste eh nicht rein

Nicht jeder Jung-Unternehmer arbeitet indem er feiert. Nächte durchmachen gehört trotzdem zum ganz normalen Start-Up-Wahnsinn, besonders dann, wenn der Liefertag droht. So ziemlich jede Deadline fordert den letzten Schliff in letzter Minute. Zu spät abliefern is einfach nicht. Geschlafen wird eben danach.

Freie Zeit oder Zeit zum Schlafen?

“Mehr Zeit für mich” fordern irgendwann alle. Doch der permanente Zeitmangel lässt sich schwer ändern, nur mit etwas gutem Willen als neuen Lifestyle (um)interpretieren. Und wenn gerade alle Hobbys zu kurz kommen, muss eben Schlafen zum vollwertigen Hobby erhoben werden. Irgendwann wird auch das wieder anders und mit Glück vielleicht sogar besser.


DAS Berghain ...

... ist einer der berühmtesten Clubs der Welt und definitiv Berlins.

zum Selbstportrait

mehr zur "Historie" gibt's bei Mama Wikipedia

den Rest liefert Papa Google und der Selbstversuch.



Ich schmeiss jetzt alles hin und werd’ Prinzesssin.

Für Normalos taugt die Prinzessin als Plan B leider wenig. Es scheitert – wie so oft – an der Machbarkeit. Ohne Plan B antreten? Kann funktionieren, muss aber nicht. Die klügere Variante: Von Anfang an in Alternativen denken und flexibel auf den Markt reagieren. Das heißt Plan A solange anpassen bis er funktioniert.

Wer “langer Atem” in Verbindung mit “Start-Up” googelt, wird von der Hitliste überrascht sein. Das Textschnipsel ploppt in fast jedem Gründer-Portal auf und bedeutet: Stur an Plan A festhalten und den Stürmen trotzen – mindestens 3 Jahre lang. Dann schlägt vielleicht die Stunde für Plan B, aber auch nur vielleicht.

Wird das noch was?

In den Gründerjahren läuft so ziemlich nichts so wie es sollte. Das ist nur fair. Wer das Meiste zum ersten Mal macht, hat auch vom Meisten erst mal keine Ahnung. Egal wie ausgiebig der Jung-Unternehmer vorher recherchiert und geplant hat. Gründerjahre sind bestenfalls ergebnisoffen.

Unerwünschte Nebenwirkungen

Schnapp-Atmung und Panik-Attacken bleiben nicht aus, stehen aber als Warnhinweise auf keinem Start-Up-Beipackzettel. Spätestens dann fällt das Weitermachen schwer. Dem Plan A, mit dem man als Gründer angetreten ist, blättert der Lack ab. Der Input an Zeit, Arbeit und Energie steht in keinem Verhältnis zum Output mehr. Kurzum: Der Unternehmer steckt mehr rein als er rausbekommt.

“Langer Atem”

Und jetzt? Erst mal tief Luft holen und Plan A auf Herz und Nieren überprüfen. Was funktioniert und was nicht? Zahlen lügen nicht. Also jeden Monat detailliert bis zum kleinsten Posten auswerten und aufschlüsseln, wo sich 1. die Penner (die Kapitalfresser) und 2. die Renner (die Umsatzmonster) verstecken. Plan A anpassen bedeutet auf die Penner verzichten und die Renner ausbauen.

Plan B?

Mehr Penner als Renner? Wer dann Plan A beerdigt, hat einfach nur Recht. Nicht umsonst heißt es im kleinen Gründer-Einmaleins: “Ist Dein Pferd tot, steig ab.” Hinschmeißen ist keine Schande, sondern das einzig Richtige. Hauptsache mit Plan weitermachen – ob mit B oder C ist doch egal. Frei nach Boxfilm-Legende "Rocky": Schlussendlich kommt es nicht darauf an, wie oft Du zu Boden gegangen bist, sondern wie oft Du wieder aufgestanden bist.

Kunstdruck ich schmeiss jetzt alles hin und werd prinzessin
FUNI SMART ART Kunstdruck "Prinzessin."


Das kann ich jetzt so wirklich nicht beurteilen. Müsste ich nackt sehen.

Kleider machen Leute. Die Mode-Industrie lebt nicht umsonst gut. Interessanter bleibt, was unter den durchgestylten Schichten verborgen liegt. Die nackte Wahrheit muss nicht unbedingt so sexy sein, geschweige denn begeistern. Bei Unternehmen verhält es sich genauso.

Neben der Hochglanzwelt der Verkaufskataloge und Werbeprospekte, existiert die weniger schillernde Welt der Produktion samt deren Bedingungen. Alles, was dort im Unternehmen geschieht, wirkt auf die Produkte oder Dienstleistungen zurück. Erst die Produktion enthüllt, was ein Unternehmen wert ist.

Hauptsache Plus

Fachleute bewerten Unternehmen gerne nach den Gewinnzahlen. Was unterm Strich rauskommt, entscheidet über alles weitere: wie beispielsweise Folgekredite, Aufträge, Forschungsgelder oder Investoren. Vernünftige Unternehmer sind also gut beraten, ihre Gewinne zu optimieren. Es bleibt ihnen auch nichts anders übrig. Das ist solange okay, wie sie neben dem Ziel den Weg dorthin mitdenken.

Klar im Vorteil: Philosophen

Der Weg entscheidet zum Beispiel darüber wie Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter behandelt werden oder wie das fertige Produkt aussieht. Lohnsklaverei provoziert miese Produkte von kurzer Lebensdauer. Kaum gekauft, schon im Müll. Eine gelebte Unternehmensphilosophie wirkt in alle Entscheidungen hinein und verhindert so zumindest den groben Mist, bevor er passiert.

Flagge zeigen

Jedes Start-Up sollte folglich von Anfang an wissen, was es im Best-Case erreicht und im Worst-Case anrichtet. Regeln wie “Fair Play” sagen täglich an, was geht und was nicht. Kunden verarschen fällt genauso flach wie Mitarbeiter ausbeuten oder Geschäftspartner betrügen – ohne Ausnahmen. Für die Beteiligten hat das einen Wert, der in Zahlen nicht zu beziffern ist, aber sich langfristig bar auszahlen kann.

Poster das kann ich jetzt so wirklich nicht beurteilen müsste ich nackt sehen
Kunstdruck "Nackt." von FUNI SMART ART

Mehr zum Thema Unternehmensbewertung?

Gerne. Einen Rundumschlag bietet hk24.de.

Ohne Schnörkel, aber effektiv:

die FUNI Guidelines.




Alles lief nach Plan. Nur der Plan war halt irgendwie scheisse.

"Terminator" steckt nicht umsonst in "terminieren" drin. Wer terminiert, plant etwas vollständig zu erledigen. Das wiederum ist die Hauptaufgabe der Killermaschine im gleichnamigen 80er-Jahre-Film von James Cameron. Was erledigt sein will, braucht Deadlines. Sonst passiert nichts. Wir können ein Lied davon singen.

Über Aufgabenmangel konnten wir uns bei FUNI noch nie beschweren. Im Gegenteil: Unsere To-Do-Listen waren und sind ellenlang. Was wir allerdings bis heute nicht pannenfrei beherrschen, ist unsere Zeit realistisch einzuplanen. So tappen wir regelmäßig in das gleiche Fettnäpfchen: die Zeitnot.

24 Stunden

Die Zeit taugt als Sündenbock wenig. Sie vergeht nur subjektiv schnell oder langsam. Je nachdem ob man sich gerade mit Staub wischen quälen muss oder zum Beispiel ein Feierabendbier genießen darf. Die Physik kennt hier 0,0 Spielraum: ein Tag hat 24 Stunden – keine mehr, keine weniger.

Gesucht: Zeit

Wem hinten die Zeit ausgeht, hat also vorne, im Zeitmanagement, Mist gebaut. Im Ergebnis ufert das in Nachtschichten aus, die nie irgendwer irgendwo eingeplant hatte, jetzt aber alle einlegen dürfen. Den Stress erspart sich, wer vorher weiß, wie lange etwas dauert und was es braucht, damit es rechtzeitig fertig wird. Alternativ regiert die Deadline: Es dauert, so lange wie es dauert. Hauptsache fertig und sei es in letzter Sekunde.

Jetzt aber schnell!

Zwei Tage vor Eröffnung des FUNI SHOP eilten wir zu zweit zum schwedischen Möbelhaus unseres Vertrauens, um unsere Last-Minute-Liste abzuarbeiten. Heraus rollten wir mit fünf Einkaufswagen, die uns Aufbau-Grauen bis in die frühen Morgenstunden bescherten. In der Nacht vor Eröffnung fiel uns auf, dass dem FUNI CAFÉGetränkekarten fehlen. Layouten, drucken, pappen und folieren kostete uns mehrere Stunden Schlaf und den letzten Nerv. Aber, am 13. Februar 2013 öffnete FUNI planmäßig um 10:00 Uhr die Pforten.


"Feierabendbier, das." gibt's im FUNI SHOP in Berlin (Mitte).
"Feierabendbier, das."

Willkommen in der Realität. Darf ich Dich ein wenig herumführen ...

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Und trotzdem: Businessplan-Schreiber mit rosaroter Brille sind klar im Vorteil. Es geht tatsächlich erst mal um das “wünsch Dir was” und dann – viel später – um das “so isses aber.”

Unser Businessplan war gut. Er hat überzeugt: die Vermieter, die Kapitalgeber und die Bank. Theoretisch hatte er sich bewährt, die Hürden genommen. Wir erarbeiteten uns, was wir für die Eröffnung brauchten: Startkapital, Immobilie und einen Fahrplan für die Geschäftsentwicklung der nächsten 5 Jahre.

Willkommen in der Realität Kunstdruck
Kunstdruck "Realität." von FUNI SMART ART

Gut gedacht

Auf 85 Seiten lieferten wir (uns) Antworten auf Fragen aus den Bereichen Marketing, Einkauf, Absatz, Standort, Controlling, etc. Detailliert aufgedröselt, in Worte gefasst und in harte Zahlen übersetzt. Über ein Jahr lang hatten wir uns vorbereitet, recherchiert, uns weitergebildet bis der Businessplan stand – wie wir dachten: felsenfest.

Sorry. Leider nein!

Es kam anders. Und zwar alles. Mit Eröffnung standen wir auf dem Prüfstand, der Businessplan vor dem Realitätscheck. Die gute B-Lage entpuppte sich als zickige C-Lage, die manchmal gut besucht war, meistens aber nicht. Die Monatsumsätze blieben nicht nur hinter den Erwartungen zurück, sondern bewegten sich im knallroten Bereich. Und wir? Sahen auch nur noch rot.

Auf den Kopf stellen

So eine Schockstarre kostet Geld und bringt nichts. Abhilfe schaffen nur Alternativen. Unser Standort in Berlin schwächelt? Gut, dann nichts wie ab ins www. Neben funi-berlin.de und funi-smart-art.com sind wir mit unserem Label auf dawanda, notonthehighstreet, njulezz und bald bei hierbeidir vertreten. Außerdem machen wir seitdem regelmäßig mobil und bespielen Events wie das Tollwood-Festival in München.

Bedrucktes Altpapier?

War der Businessplan für die Tonne? Nein. Wir hatten die richtigen Fragen gestellt, aber leider die falschen Antworten gegeben. Allerdings hatten wir nur dank Businessplan genug “Fuck-Up”-Kapital im Rücken. Es mag banal klingen, doch Fehler muss man sich leisten können.



Rausgehen ist wie Fenster aufmachen (nur krasser)

Wer am lautesten schreit, gewinnt. Für Coca-Cola, Amazon, McDonald’s und andere Big Player ist das kein Problem. Deren Werbe-Budget kennt kein Limit. Den Kleinen bleibt oft nur das Flüstern und die Hoffnung doch Gehör zu finden – nicht bei Allen, dafür aber bei den Richtigen.

Irgendwann ist er da, der magische Moment. Die Idee, die lange im stillen Kämmerlein entwickelt wurde, ist marktreif und braucht (jetzt) Abnehmer. Nur wie sollen die Wind davon bekommen? Das Zauberwort lautet Marketing.

Rausgehen ist wie Fenster aufmachen Postkarte
"Krasse Sache." Postkarte von FUNI SMART ART

Viel hilft viel

Die Großen feiern unter anderem deshalb Rekordgewinne, weil sie für ihre Angebote werben: nonstop 24/7, auf allen Kanälen und mit allen Mitteln, die das Marketing je hervorgebracht hat. Das wirkt, ohne Frage. Das kostet aber auch. Die Kleinen müssen da passen. Fernseh- und Radiospots, Print-Anzeigen, Außenwerbung und andere Kapitalfresser stehen nicht zur Debatte. Was also tun? 

Marketing, das verkauft ...

Erfolgreiches Marketing beginnt und endet mit Buschtrommeln. Zufriedene Kunden kommen wieder, erzählen und empfehlen weiter – kurzum: Sie machen gezielt und gerne Lärm für das Produkt. Viele verschiedene Verkaufsplattformen online und offline erhöhen die Chance schnell die ersten glücklichen Käufer zu generieren. Immer vorausgesetzt: Das Produkt ist gut.

Content-Marketing

Ein wirklich gutes Produkt fixt an, weckt die Lust nach mehr. Mehr Stories, mehr Background, mehr Details, mehr Bilder – kurzum: mehr Content. Die Social-Media-Familie mit Facebook, Twitter & Co. verbindet Macher und Konsumenten und schafft einen Raum für Popularität. Und jetzt? Auf dem Teppich bleiben. “Likes” sind keine Verkäufe. Das Unternehmen muss weiter forschen und entwickeln. Denn: Es braucht zu jedem Zeitpunkt beides: Ein überzeugendes Produkt und authentische Geschichten rund um das Produkt, die es erzählen kann.


Angefixt?
Content-Marketing-Gurus klären in ihrem Blog auf. 

Wer das mit dem Marketing super hinkriegt?

Das Langzeit-FUNI-Partner-Label: NJULEZZ.

Werbebudget von Coca Cola?

Um die 4 Mrd. US-Dollar pro Jahr. Wer es genauer wissen will, kann u.a. bei Finanzen100.de nachforschen.



Ein Blick auf meinen Gehaltszettel lässt nur einen Schluss zu: Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.

Ohne Moos nix los. Die Finanzierung mag das Langweiler-Thema schlechthin sein. Aber: Keiner kommt drum rum. Drückeberger orakeln ihre Zahlen, Unternehmer errechnen sie. Plus: Sie kalkulieren Puffer ein. Für alles, was man nicht errechnen, sondern tatsächlich nur oraklen kann. Die Umsätze im ersten Gründerjahr – zum Beispiel.

Das verflixte erste Jahr lässt Gründer (aus)bluten – manche mehr als andere. Über den Blutverlust entscheidet der Jung-Unternehmer erstens selbst und zweitens vorher. Wer seine Branche und das Business genau kennt, kann passgenaue Finanzierungen schneidern. Jeder Euro sitzt. “Greenhorns” setzen sich dem “Wilden Westen” aus und zahlen Lehrgeld.

Das Motiv "Hobbyberuf" ist als Poster in verschiedenen Größen bei FUNI SMART ART erhältlich.
Motiv "Hobbyberuf." als Kunstdruck

Versilbern, verhökern, verscherbeln

Und das Lehrgeld will vorher beschafft sein. Nur wo hernehmen? Erst mal in die eigene Tasche greifen. Ist das eigene Hab und Gut restlos geplündert und in Bares verwandelt, muss die Geschäftsidee den Rest besorgen. Ohne eigenen Business-Plan ist hier Schluss.

Gesucht: Eierlegende Woll-Milch-Sau

Erst mit Business-Plan bewaffnet können Jung-Unternehmer ihre “Möglich-Macher” gezielt suchen und überzeugen. Das kostet. Die Frage ist was? Wer sich für Bank und Kredit entscheidet, bindet sich an Laufzeiten, Tilgungsraten und Zinsbeiträge – mit persönlicher Haftung. Der Deal: Für 100% Risiko bleibst Du zu 100% Dein eigener Chef.

Hell’s- oder Business-Angels?

Investoren bringen ihr Geld und Know-How in die Neugründung ein und erwarten dafür die entsprechenden Firmenanteile und Gewinne. Der Deal: Du bist nicht mehr allein, aber auch prozentual fremdgesteuert.

Die Masse macht’s

Die “Kleinvieh-macht-auch-Mist”-Variante heißt Crowd-Funding: Viele steuern einen kleinen Betrag bei bis mindestens das Finanzierungsziel erreicht ist. Bei Erfolg erhalten die Mini-Investoren meist das finanzierte Produkt, bei Misserfolg ihr Geld zurück. Der Deal: Wer 100% für seine Idee gibt, kann die Masse begeistern – oder eben nicht.

Mehr? Aber gerne!

Wie Investoren so drauf sind?

Jeden Dienstag, 20:15 Uhr, bringt VOX das Format “Die Höhle der Löwen.”

Neugierig auf Crowd-Funding?

Ein erfolgreiches Case Study lieferte der FUNI-Partner Nils Wagner mit “paprcuts.” 

Keinen Plan von Krediten?

Abhilfe schafft u.A. die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).



So dumm wie's kommt, kannste gar nicht denken.

Jung-Unternehmer (Start-Ups) erleben viele erste Male – von schwankender Qualität. Manches Mal wird ein Erfolg, ein Anderes das totale Desaster.

Wer gründet, sollte dem ersten Mal positiv und humorvoll gegenüberstehen. Warum? Weil es hilft. Wer gerne experimentiert und über die Ergebnisse lachen kann, meistert nicht nur das erste Mal, sondern auch den “Fuck Up”, das komplette Desaster. Die Gründerszene propagiert nicht umsonst: Wer lacht, hat noch Reserven.

Luft nach oben

Und die braucht’s eben auch, die Reserven. Reserven haben, bedeutet Freiheit. Die Freiheit zu entscheiden, wie viele Fuck Ups noch drin sind, bevor es Erfolge hageln muss. Sobald der Unternehmer zugeben muss, dass die Anzahl der erlaubten Misserfolge gleich 0 ist, wird es brenzlig. Brenzlig deshalb, weil es dann eben nicht Erfolge hageln wird, sondern Desaster Hochkonjunktur haben. Und dann? Hilft Humor.

Etappen-Ziel: 0,00€

Humor ist genau das, was uns – die funis – als Start-Up, als Jung-Unternehmer und als Design-Label von Stunde Null, über alle Null-Nummern hinweg bis zur berühmten schwarzen Null im Jahresabschluss ausgezeichnet hat. 

Weil wir mit der funi GmbH Erfolge gefeiert, Misserfolge überlebt und dabei den Humor nicht verloren haben, können wir euch jetzt mit der Spruch-Kollektion FUNI SMART ART Erste Hilfe in allen Lebenslagen leisten.

Nur die Harten ...

... kommen in den Garten. Oder: Nur was taugt, landet im Sortiment. Wir setzen unsere Sprüche selbst ein und unterwerfen sie einem Qualitätscheck. Bei welcher Gelegenheit? Bei jeder. Zum Beispiel wenn die geplante Eröffnung ins Wasser fällt, die erste GuV (und was ist das überhaupt?) errechnet werden muss, der erste KfW-Kredit (Papierkrieger klar im Vorteil) beantragt wird, im täglichen Umgang mit Kunden aus dem Himmel oder aus der Hölle. Und und und.

Stoff in kleinen Dosen

Weil uns schlicht die Spucke und die Kondition für einen Erzähl-Marathon fehlen, schreiben wir jetzt häppchenweise. Einen Blog der ersten Male, unseren Blog der Erfolge und der Fuck-Ups. Ein Blog, der erzählt, warum “dumme” Sprüche das Überleben sichern. Es ist ein Blog über uns – aber für Dich.